Unser CSR-Profil

Die "Identitäts-Eckpunkte" des Diözesan-Caritasverbandes (DiCV) Osnabrück betonen seine Gesellschaftsverantwortung:

  • "1.3 Den Menschen zugewandt, setzen wir uns als Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche für die Diözese Osnabrück für eine solidarische Gesellschaft ein, durch direkte Hilfe und anwaltschaft­liches Engagement."
  • "3.2 Wir beobachten, hinterfragen und gestalten Entwicklungen in Politik, Wirtschaft und Gesell­schaft. Solidarisch mit Benachteiligten, treten wir engagiert für Gerechtigkeit ein, auch ungefragt und kritisch."
  • "3.3 Zugleich arbeiten wir als professioneller Dienstleister verlässlich mit Partnern aus Staat, Kirchen, Wirtschaft und Gesellschaft zusammen. Wir gehen mit unseren Ressourcen sozial, wirtschaftlich und ökologisch verantwortlich um."

Das Anliegen hat auch Eingang in die Führungsleitlinien des Verbandes gefunden:

  • Leitlinie 7 "Sensibilität": "Wir sind sensibel für die gesellschaftlichen, ethischen und religiösen Aspekte unserer Arbeit - auch interkulturell - und sensibilisieren unsere Mitarbeitenden."

Der DiCV Osnabrück verfolgt einen sozialräumlichen Ansatz, vgl. dazu das 4. strategische Ziel des Verbandes: "Vor dem Hintergrund der Kommunalisierung, Sozialraumorientierung sowie der stärkeren Zusammenarbeit zwischen Caritas und Pastoral wird die mittlere Ebene des DiCV gestärkt." Dazu gehört die Mitgestaltung des eigenen Sozialraums sowie fallübergreifende Netzwerkarbeit, die Kooperation mit diversen gesellschaftlichen Akteuren und die Stärkung des gesellschaftlichen Bewusstseins bei Individuen, Gruppen und Organisationen. Angestrebt wird die inklusive Beteiligung von Benachteiligten, d. h. aktive Teilhabe wie Teilgabe an der Gesellschaft.

Weltanschauliche Grundlage der Sozialen Arbeit der Caritas ist der christliche Glaube. Daraus resultierende soziale Werte bilden die Prinzipien der katholischen Soziallehre. Als kirchlicher und gesellschaftlicher Akteur steht der DiCV Osnabrück in der Verantwortung, im Rahmen seiner Möglichkeiten an ihrer Realisierung zum Wohle aller mitzuwirken:

  • Personalität: Jeder Mensch besitzt in seiner Gottebenbildlichkeit eine unverlierbare Würde. Als Individuum einzigartig, ist er zugleich als soziales Wesen auf andere bezogen. Menschen als Personen zu schützen und in ihrer freien verantwortlichen Lebensgestaltung zu unterstützen, ist das Ziel gesellschaftlicher Ordnung bzw. des Bemühens um das Gemeinwohl.
  • Solidarität: Kein Mensch lebt aus sich und für sich alleine. Aufeinander angewiesen, sind Menschen verpflichtet, füreinander bzw. für das Gemeinwohl einzustehen. Die Erfüllung humaner und sozialer Grundbedürfnisse aller ist Aufgabe einer gerechten sozialen Ordnung.
  • Subsidiarität: Soviel Eigenverantwortung wie möglich, soviel Unterstützung wie not-wendig. Im Dienst der Personalität sollen Einzelne oder kleinere Einheiten möglichst viel selbst gestalten und verantworten können. Im Dienst der Solidarität sollen übergeordnete Einheiten unterstützend wirken, wo es aus eigener Kraft nicht geht: Hilfe zur Selbsthilfe, Empowerment zur Teilhabe/-gabe.
  • Gerechtigkeit: In einer gerechten Gesellschaft sind die o.g. Prinzipien realisiert, kommt jedem Menschen das zu, was ihm zusteht. Dabei gesteht jeder auch dem anderen die Rechte und Freiheiten zu, die er umgekehrt für sich selbst beansprucht.
  • Nachhaltigkeit: Bei der Realisierung der Sozialprinzipien ist auf das Wohl nachfolgender Genera­tionen zu achten. Für einen nachhaltigen Gebrauch von Ressourcen zur persönlichen und gesellschaftlichen Entwicklung müssen ökonomische, ökologische und soziale Faktoren ausgewogen und vernetzt berücksichtigt werden.
  • Option für die Armen: Nach dem Vorbild Jesu haben die Bedürfnisse von Schwächeren und Benachteiligten Vorrang vor den Interessen von Stärkeren und Bessergestellten. Soziales Engagement fördert das Gemeinwohl, indem es die Personalität von Menschen mit Hilfebedarf durch solidarische Maßnahmen und subsidiäre Strukturen unterstützt.