Die Kreisarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege (KAG) hat sich mit Landrat Marc-André Burgdorf und Sozialdezernentin Dr. Sigrid Kraujuttis (beide Bildmitte) getroffen.Paritätischer Wohlfahrtsverband
Die Kreisarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege (KAG) hat sich zu einem konstruktiven Gespräch mit Landrat Marc-André Burgdorf und Sozialdezernentin Dr. Sigrid Kraujuttis im Landkreis Emsland getroffen. Für die Wohlfahrtsverbände nahmen DRK, Caritas, Diakonie und der Paritätische teil.
Im Mittelpunkt des Austauschs standen aktuelle soziale Fragen und bundespolitische Herausforderungen, insbesondere die Sozialstaatsreform und das Beitragsstabilisierungsgesetz. Die Vertreterinnen und Vertreter der Wohlfahrtsverbände betonten, dass Themen auf Augenhöhe angepackt werden müssen und eine stabile, wohnortsnahe Versorgung für Menschen in schwierigen Lebenslagen priorisiert gehört.
Das Gespräch zeigte eine klare Wertschätzung der guten Zusammenarbeit zwischen Landkreis Emsland und den Wohlfahrtsverbänden. Dieses ist eine wichtige Grundlage für die Sozialpolitik vor Ort, denn alle Verbände machten den Anstieg von Ratsuchenden in unterschiedlichen Beratungskontexten deutlich. Insbesondere die Allgemeine Sozialberatung, die trägerübergreifend angeboten wird, verzeichnet einen steigenden Zulauf. Um Doppelstrukturen zu vermeiden und die Ressourcen sinnvoll zu bündeln, plädierten die Verbände für eine Verstärkung der Strukturen und eine auskömmliche Finanzierung.
Zur Verstärkung und Verzahnung bestehender Strukturen wurde ein Austauschtreffen zwischen den Akteuren der Wohlfahrtsverbände und den Gesundheitslotsen im Rahmen der Initiative Emsland Care vereinbart.
Einhellig vereinbarten Landkreis und Verbände einen weiteren engeren Austausch. Geplant sind regelmäßige Treffen, um Herausforderungen gemeinsam anzupacken, Erfahrungen zu teilen und Lösungskonzepte weiterzuentwickeln.
Der Austausch zeigt, dass eine starke Partnerschaft zwischen Landkreis Emsland und den Wohlfahrtsverbänden wichtig ist, um sozialpolitische Weichen entsprechend den Bedürfnissen vor Ort zu stellen - insbesondere im Bereich der psychischen Gesundheit und der gesamtgesellschaftlichen Teilhabe.