
Zum Start der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 warnt der Caritasverband für den Landkreis Emsland vor den Risiken von Sportwetten. Gerade während großer Sportereignisse nimmt die Werbung für Wettangebote deutlich zu - insbesondere in sozialen Medien, wo sie gezielt junge Menschen erreicht.
"Besonders junge, sportaffine Menschen sind gefährdet, riskante Wetten einzugehen. Viele glauben, ihr Fachwissen über Sport verschaffe ihnen einen Vorteil und ermögliche schnelle Gewinne. Das ist jedoch ein Trugschluss", sagt Mandala Claveé, Leiterin der Fachambulanz Sucht beim Caritasverband für den Landkreis Emsland.
Dass das Thema auch im Emsland eine Rolle spielt, zeigt die Arbeit der Beratungsstellen: Im Jahr 2025 wurden in der Fachambulanz des Landkreises Emsland 46 Menschen beraten, die als gefährdete oder pathologische Glücksspielende sowie als betroffene Angehörige Unterstützung gesucht haben. Auch aktuell befinden sich insbesondere junge Männer wegen problematischen Sportwettverhaltens in der Beratung.
Nach Erfahrung der Fachkräfte erschwert die allgegenwärtige Werbung vielen Betroffenen den Ausstieg. "Der ständige Aufforderungscharakter und die Dauerpräsenz von Wettangeboten machen es Menschen, die ihr Spiel reduzieren oder ganz einstellen möchten, zusätzlich schwer", so Claveé.
Aus Sicht der Caritas sollte die Begeisterung für Fußball nicht mit der Teilnahme an Glücksspielen verknüpft werden. "Die Fußball-Weltmeisterschaft soll Menschen zusammenbringen und für Freude sorgen. Dafür braucht es keine Sportwetten", betont Claveé.
Wer sich Sorgen um das eigene Spielverhalten macht oder Unterstützung für Angehörige sucht, findet im Emsland qualifizierte Hilfe. In den Beratungsstellen in Meppen, Papenburg und Lingen stehen ausgebildete Fachkräfte für Glücksspielsucht für Gespräche und Beratung zur Verfügung.
Die Beratungsstellen sind erreichbar per E-Mail Sucht.mep@caritas-os.de oder telefonisch unter 05931 - 9842 40. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit die online-Beratung zu nutzen: suchtberatung.digital