
Zum Start der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 warnt der Caritasverband für die Stadt und den Landkreis Osnabrück vor den Risiken von Sportwetten. Gerade während großer Sportereignisse nimmt die Werbung für Wettangebote deutlich zu - insbesondere in sozialen Medien, wo sie gezielt junge Menschen erreicht.
"Besonders junge, sportaffine Menschen sind gefährdet, riskante Wetten einzugehen. Viele glauben, ihr Fachwissen über Sport verschaffe ihnen einen Vorteil und ermögliche schnelle Gewinne. Das ist jedoch ein Trugschluss", sagt Marina Wawilkin, Leiterin der Fachambulanz Sucht beim Caritasverband für die Stadt und den Landkreis Osnabrück.
Dass das Thema auch in Stadt und Landkreis Osnabrück eine Rolle spielt, zeigt sich in den Beratungsstellen: Regelmäßig suchen dort Menschen wegen problematischen Sportwettverhaltens Hilfe. Nach Erfahrung der Fachkräfte erschwert die allgegenwärtige Werbung vielen Betroffenen den Ausstieg. "Der ständige Aufforderungscharakter und die Dauerpräsenz von Wettangeboten machen es Menschen, die ihr Spiel reduzieren oder ganz einstellen möchten, zusätzlich schwer", erklärt Glücksspielfachkraft Katharina Szoltysik.
Aus Sicht der Caritas sollte die Begeisterung für Fußball nicht mit der Teilnahme an Glücksspielen verknüpft werden. "Die Fußball-Weltmeisterschaft soll Menschen zusammenbringen und für Freude sorgen. Dafür braucht es keine Sportwetten", betont Marina Wawilkin. Während großer Fußballturniere nehmen die Wettaktivitäten regelmäßig zu. Die zunehmende gesellschaftliche Normalisierung von Sportwetten begünstigt dabei sowohl den Einstieg in das Wettverhalten als auch dessen Ausweitung.
Wer sich Sorgen um das eigene Spielverhalten macht oder Unterstützung für Angehörige sucht, findet in Stadt und Landkreis Osnabrück qualifizierte Hilfe. In den Beratungsstellen in Osnabrück, Bersenbrück, Bad Essen und Melle stehen ausgebildete Fachkräfte für Glücksspielsucht für Gespräche und Beratung zur Verfügung. Die Beratung kann bei Bedarf auch in polnischer Sprache durchgeführt werden.
Die Beratungsstellen sind erreichbar per E-Mail Sucht.OS@caritas-os.de oder telefonisch unter 0541 - 341 404. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit die online-Beratung zu nutzen: suchtberatung.digital oder beratung.caritas.de