Treffen zur Caritas-Kampagne 2018

Schon während der Präsentation entwickelte sich ein intensiver Austausch zu den Ursachen der aktuellen Wohnnungsnot. Neben den sich wandelnden Familienstrukturen mit mehr Klein- und Kleinsthaushalten gehören hierzu auch ein wachsender Anspruch auf Wohnraum pro Person. Darüber hinaus gibt es aktuell einen starken Trend, Wohnraum in Eigentumswohnungen umzuwandeln. Für sozialen Wohnungsbau gibt es zudem aktuell zu wenig Förderanreize.
Wohnformen im Wandel
Die Teilnehmenden konnten zum Wandel der Wohnformen Beispiele aus ihrer eigenen Erfahrung beitragen. Dabei wurde deutlich, dass man dem Problem des Wohnraummangels auch im eigenen Lebensbereich etwas entgegensetzen kann. Bspw. indem man sich frühzeitig mit der Möglichkeit auseinandersetzt, dass im Alter vielleicht weniger Platz benötigt wird. Wenn es darum geht zu groß gewordenen Wohnraum zu verkaufen oder zu vermiete, sollte man auch die soziale Komponente mit berücksichtigen: So gibt es in Osnabrück Beispiele von Erblassern, die dem Caritasverband Objekte in der Innenstadt Osnabrücks überlassen haben, um dort bezahlbaren Wohnraum für Senioren, Alleinerziehende, Familien mit mehreren Kindern oder geflüchteten Menschen zu errichten.
Mein Wohnviertel
Über viele Stadtteile gibt es tief sitzende Vorurteile, die nicht immer der wirklichen Situation vor Ort entsprechen müssen. Roland Knillmann regte in diesem Zusammenhang an, sich zu besuchen und sich gegenseitig die eigene Stadtteil vorzustellen. Nachdem die erste Reaktion auf das Jahresthema "Jeder Mensch braucht ein Zuhause" bei den Teilnehmenden verhalten war, wurde am Schluss der Veranstaltung einhellig festgestellt, dass dieses Thema durchaus jeden anspricht und zum Nachdenken anregt.