März-Treffen Salvete
Flüchtlingssozialarbeiter Philipp Jansen und Praktikantin Chritistina Harms begrüßten seitens der Caritas die Teilnehmer.
Die Referentinnen Stephanie Kowert und Dagmar Teuber-Montico von der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) waren eingeladen, um über "Werte und kulturelle Prägung" zu referieren. Kennengelernt haben sich beide Frauen während einer Ausbildung zur interkulturellen Trainerin an der Universität Osnabrück.
In ihrem Referat ging es um Fragen wie "Was ist eigentlich Kultur? - Laut UNESCO 1996: "Kultur ist die Gesamtheit aller Formen des menschlichen Zusammenlebens".
Des Weiteren: "Wie entstehen Stereotype und Schubladendenken?" - Unser Denken ist aus praktikablen Gründen häufig schematisiert. Aus unhinterfragten Verallgemeinerungen und unreflektierten Stereotypen speist sich das Schubladendenken. Für Vorurteile und Diskriminierung ein idealer Nährboden.
Sowie "Wie denken Andere über Deutsche?". - Bemerkenswert ist ebenso, wie wir Deutschen/Europäer von Anderen gesehen werden.
Anhand von Bildmaterialien und Beispielen fand eine lebhafte Diskussion statt. Interkulturelle Werte, das Eisbergmodell "Kultur und Familie" sowie die Perspektivbrille wurden vorgestellt.
Mit der Perspektivbrille ist ein Erklärungsmodell gemeint, "mit dem der Unterschied zwischen Beobachtung und Bewertung verdeutlicht werden kann. Jeder von uns trägt eine (unsichtbare) Brille, durch die wir unsere Mitmenschen und unsere Umgebung wahrnehmen. Je nach Erfahrung, Herkunft und Umfeld deuten wir Gesten, Sprache, Symbole, Verhaltensweisen sehr unterschiedlich. Diese Brille können wir nicht absetzen, aber wir können uns von Zeit zu Zeit daran erinnern, dass wir sie alle auf der Nase haben, sie aber bei jedem anders ist. Was siehst Du?"
Am Schluss der Veranstaltung gab es wie immer Gelegenheit des gegenseitigen Kennenlernens und Austausches. Vielen Dank auch für die Organisation.
Rita Westerheide/Teilnehmerin