Olaf Lies zu Besuch beim Caritasverband für die Diözese Osnabrück
Guter Austausch mit Ministerpräsident Olaf Lies (von links nach rechts): Jutta Brockhage (Caritasrat), Ansgar Bensmann (DiCV-Vorstand), Michael Korden (Geschäftsführer Vitus), Ministerpräsident Olaf Lies, Ludger Abeln (Caritas-Gemeinschaftsstiftung), Maren Wilmes (Geschäftsführerin CV für die Stadt und den Landkreis Osnabrück), Stefanie Holle (DiCV-Vorstand) und Caritasdirektor Johannes BußImke Pieper
Im Austausch mit dem Vorstand sowie weiteren Vertreterinnen und Vertretern des DiCVs und aus Mitgliedseinrichtungen standen zentrale sozialpolitische Themen im Mittelpunkt.
Eingliederungshilfe und Tagesbildungsstätten: Verlässliche Perspektiven schaffen
Ein Schwerpunkt des Gesprächs war die Eingliederungshilfe. Mit Blick auf die Tagesbildungsstätten machte die Caritas deutlich, wie wichtig eine klare und verlässliche Zukunftsperspektive für Kinder, Jugendliche und ihre Familien ist.
Sie unterstrichen die Notwendigkeit einer dauerhaft gesicherten Finanzierung der Angebote sowie eine Anerkennung des vorhandenen Personals, das täglich verantwortungsvolle Arbeit leistet. Gerade angesichts wachsender Anforderungen brauche es stabile Rahmenbedingungen, um Qualität und Kontinuität in der Förderung junger Menschen mit Behinderung sicherzustellen.
Allgemeine Soziale Beratung als Lotse im Hilfesystem

Ein weiteres Thema war die Allgemeine Soziale Beratung (ASB). Der Caritasverband begrüßte ausdrücklich den Antrag von SPD und Bündnis 90/Die Grünen im Niedersächsischen Landtag, der die Perspektive sozialer Beratung in den Blick nimmt.
Im Gespräch unterstrichen die Vertreterinnen und Vertreter des DiCVs die zentrale Rolle der ASB als Lotse im komplexen Hilfesystem. Die Beratungsstellen seien häufig die erste Anlaufstelle für Menschen in schwierigen Notsituationen. Ausdrücklich wurde auch die geplante Studie begrüßt, die die genauen Bedürfnisse im Flächenland Niedersachsen untersucht.
Hilfen für Frauen
Mit dem Gewalthilfegesetz ist ein Meilenstein im Schutz vor geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt auf den Weg gebracht worden. Erstmalig entsteht ein bundesweiter Rechtsanspruch auf Schutz und Hilfe für gewaltbetroffene Frauen. Das Gesetz verpflichtet Bund und Länder, ein flächendeckendes, bedarfsgerechtes Hilfesystem sicherzustellen. Die Caritas und ihr Fachverband SkF blicken besonders auf die Qualität der Begleitung und Beratung, die in Niedersachsen aktuell mit einem guten Standard agiert. Dieses Niveau muss bei den weiteren Entwicklungen gehalten werden.
Sondervermögen Infrastruktur: Wohlfahrtsverbände mitdenken
Mit Blick auf das geplante Sondervermögen Infrastruktur wies der DiCV darauf hin, dass auch die Wohlfahrtsverbände bei Investitionsprogrammen berücksichtigt werden müssten. Insbesondere in den Bereichen Klimaschutz und Digitalisierung bestehe in vielen sozialen Einrichtungen ein erheblicher Investitionsbedarf.
Guter Austausch
Ministerpräsident Olaf Lies zeigte sich im Gespräch sehr interessiert für die Positionen der Caritas. Caritasdirektor Johannes Buß resümierte: "Ich danke Ministerpräsident Olaf Lies herzlich für sein großes Interesse an unseren Themen und für den konstruktiven, offenen Austausch. Es ist ein wichtiges Signal, dass die Anliegen der freien Wohlfahrtspflege Gehör finden. Gemeinsam tragen wir Verantwortung dafür, gute Rahmenbedingungen für die Menschen in Niedersachsen zu gestalten."