Altenhilfe im Austausch
Der Caritasverband für die Diözese Osnabrück hatte die Altenhilfe-Einrichtungen zur Qualitätskonferenz nach Lingen eingeladen.Marcus Drees
Wie können sich Einrichtungen der Altenhilfe bestmöglich auf Krisen und besondere Ereignisse vorbereiten? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Qualitätskonferenz des Caritasverbandes für die Diözese Osnabrück. Leitungs- und Fachkräfte aus ambulanten sowie teil- und stationären Einrichtungen kamen dazu Ende September im Ludwig-Windthorst-Haus in Lingen zusammen.
Die Qualitätskonferenz bietet den Einrichtungen regelmäßig die Möglichkeit, sich mit aktuellen Fachthemen auseinanderzusetzen, Wissen zu teilen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Ein Schwerpunkt lag dieses Mal auf der Vorbereitung und Bewältigung von besonderen Ereignissen, Krisen und Katastrophen. Phillip Hergt aus der Abteilung Sicherheits- und Gesundheitsschutz im Bischöflichen Generalvikariat sensibilisierte unter dem Titel "Krisenfest aufgestellt?" die Einrichtungen der Altenhilfe auf die Vorbereitung und Bewältigung von besonderen Ereignissen und Krisen. Stefanie Müller vom Caritasverband für die Diözese Osnabrück stellte dazu den Qualitätsrahmen für die Krisenvorsorge in der Altenhilfe im Bistum Osnabrück vor. Der Rahmen soll den Einrichtungen Orientierung geben und als Grundlage dienen, um ein eigenes, auf die jeweiligen Gegebenheiten abgestimmtes Krisenkonzept zu entwickeln. Dabei geht es unter anderem darum, einrichtungsspezifische Risiken zu identifizieren, Zuständigkeiten festzulegen sowie verbindliche Handlungs- und Meldewege zu definieren.
Mögliche Szenarien reichen vom Strom- oder IT-Ausfall über eine notwendige Evakuierung bis hin zu Personalausfällen oder der Unterbrechung wichtiger Lieferungen. Entscheidend ist, sich bereits vor einer Krise mit diesen Situationen auseinanderzusetzen und Verantwortlichkeiten klar zu regeln.
"Krisen lassen sich nicht immer verhindern. Umso wichtiger ist es, dass unsere Einrichtungen bestmöglich vorbereitet sind und im Ernstfall auf klare Strukturen und Abläufe zurückgreifen können. Der Qualitätsrahmen soll sie dabei unterstützen, die notwendigen Vorkehrungen für ihre jeweilige Situation zu treffen", sagt Stefanie Müller von der Fachstelle Altenhilfe und Krankenhäuser beim Caritasverband für die Diözese Osnabrück.
Neben der Krisenvorsorge standen weitere aktuelle Themen auf der Tagesordnung. Dazu gehörten die Sprachschule Lingenua sowie Informationen zum Pflegeneuordnungsgesetz und zum GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz.