Aktuelles / November 2018

Weil Wohnen ein Menschenrecht ist

"Die Situation auf dem Wohnungsmarkt ist ausgesprochen angespannt - sowohl in der Stadt als auch im ländlichen Raum", erläutert Christian Jäger, Koordinator der Aktionswoche in der Zentralen Beratungsstelle (ZBS) Niedersachsen. "Davon sind in besonderer Weise auch wohnungslose Menschen betroffen, die auf dem freien Wohnungsmarkt ohnehin schon schlechte Chancen haben."

Jutta SpeidelDie bekannte Schauspielerin Jutta Speidel unterstützt die Aktionswoche der Wohnungslosenhilfe. _Dirk Schiff

Die bekannte Münchener Schauspielerin Jutta Speidel unterstützt die Aktion und sagt in ihrem Statement zur Aktionswoche: "Menschen auf der Straße, ohne Rückhalt und ohne Zukunft? Leider gibt es sie überall in Deutschland. Für mich ein unerträglicher Zustand! Deshalb freue ich mich, dass es auch in Niedersachsen starke Initiativen gibt, die sich für Wohnungslose einsetzen und für ein Menschenrecht, das für alle Menschen gelten muss."

Die Aktionswoche der Wohnungslosenhilfe findet in diesem Jahr zum vierten Mal statt. Durch Aktionen, Ausstellungen und Filmvorführungen, die durch die verschiedenen Beratungsstellen organisiert werden, sollen Bürgerinnen und Bürger, Politiker und andere gesellschaftlich Verantwortliche für die schwierige Situation sensibilisiert werden, von den Nöten der Wohnungslosen erfahren und einen Einblick in die Lebenswirklichkeit der Betroffenen erhalten.

"Wir benötigen kreative und schnell realisierbare wohnraumtechnische Lösungen, um wohnungslosen oder einkommensschwachen Personen nachhaltig helfen zu können", beschreibt Christian Jäger die Herausforderung an Politik und Verantwortliche im Land und den Kommunen.

Hintergrundinfos:

Zahlen

Die Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe in Westniedersachsen erheben einmal jährlich die Zahl der Wohnungslosen.  Am Stichtag 30. Oktober 2017 wurden insgesamt 1320 wohnungslose, von Wohnungslosigkeit bedrohte oder in unzumutbaren Wohnverhältnissen lebende Personen in Westniedersachsen gezählt.

Die ZBS

Die Zentrale Beratungsstelle (ZBS) Niedersachsen hat im Auftrag des Niedersächsischen Sozialministeriums die Aufgaben der Sozialplanung, Fachberatung und Koordination der Hilfen für Menschen in Wohnungsnot. Die ZBS Niedersachsen besteht aus den Regionalvertretungen Braunschweig, Lüneburg, Hannover, Oldenburg und Osnabrück.