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Stand: 23.04.2018

Pressemitteilung

Mosambik: Verzögerung bei der Bergung von Leichen erhöht Seuchenrisiko

Freiburg/Beira, 5. April 2019. In vielen mosambikanischen Orten dauert die Bergung der Todesopfer von Wirbelsturm Idai an. Fabrizio Graglia von Esmabama, einer Partnerorganisation von Caritas international, berichtete bei einem Besuch in der Region Mangunde von unzähligen Leichen. Die Zustände steigern das ohnehin erhöhte Risiko für den Ausbruch von Seuchen. Gerade bei Kindern ist die Ansteckungsrate etwa mit Malaria seit der Katastrophe bereits sprunghaft angestiegen.

"Über dem gesamten Ort liegt Verwesungsgeruch. Viele Areale in der Region sind komplett vom Wasser umschlossen, sodass viele der Toten auch zwei Wochen nach der Katastrophe noch nicht geborgen werden konnten", erklärt Graglia. Erst durch den Einsatz von Helikoptern sei es Helfern gelungen, mit der Bergung zu beginnen. Ähnliche Berichte erreichen Caritas international aus weiteren Gegenden. Die schwere Erreichbarkeit vieler Regionen verzögert auch die Versorgung der Notleidenden mit lebenswichtigen Hilfsgütern.

Unterdessen hat das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes die Nothilfe in dem Land noch einmal ausgeweitet. So sollen die Projekte der lokalen Partner in Mosambik in der aktuellen Phase der Nothilfe mit 1,1 Millionen Euro unterstützt werden. Auch das Auswärtige Amt unterstützt die Hilfe.

Neben Medikamenten und Moskito-Netzen zur Verbesserung der medizinischen Situation und der Prävention übertragbarer Krankheiten verteilen die Partner von Caritas international Hilfsgüter wie Hygieneartikel, Nahrungsmittel und Trinkwasser. Um die Instandsetzung von Häusern und Hütten zu unterstützen, werden unter anderem auch Tausende stabile Planen an besonders Bedürftige verteilt - ebenfalls in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt. Sie treffen am heutigen Freitag mit einem eigens gecharterten Hilfsflugzeug in der Hafenstadt Beira ein.

Eine Palette mit Planen wurde am Flughafen in Beira entladenEine Palette mit Planen wurde am Flughafen in Beira entladenCaritas international

 

Spenden mit Stichwort "Wirbelsturm Mosambik" werden erbeten auf:

Caritas international, Freiburg,

IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02,

Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe,

BIC: BFSWDE33KRL oder online unter: www.caritas-international.de

 

- Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin

Spendenstichwort "Wirbelsturm Idai"

IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02,

Evangelische Bank eG,

BIC GENODEF1EK1

oder online unter www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/

Caritas international ist das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes. Dieser gehört zum weltweiten Netzwerk der Caritas mit 165 nationalen Mitgliedsverbänden.