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Stand: 29.05.2019

Aktuelles / Juli 2019

Osnabrück

„Je früher die Hilfe ansetzt, desto besser“

"Je früher die Hilfe für Menschen mit Suchtproblemen ansetzt, desto besser kann ihnen geholfen werden", betont Conrad Tönsing, Geschäftsbereichsleiter für Suchtprävention und Rehabilitation beim Caritasverband für die Diözese Osnabrück e.V.

Dies gilt auch für Unternehmen, die Probleme mit sucht kranken Mitarbeitern haben. "Aus diesem Grund bieten wir Schulungen zum Suchtkrankenhelfer an, damit Probleme am Arbeitsplatz schnell und zielgerichtet angegangen werden können," ergänzt Dr. Dorothee Imsieke, die beim Caritasverband das betriebliche Gesundheitsmanagement verantwortet. Imsieke und Tönsing beziehen sich auf den aktuellen Gesundheitsreport der DAK. Nach Erkenntnissen der DAK fehlen Mitarbeiter mit Suchtproblemen etwa doppelt so oft wie nicht süchtige Kollegen.

Imsieke und Tönsing sind sich einig, dass in den Betrieben viel dafür getan werden kann, Probleme frühzeitig anzugehen: "Wenn Führungskräfte gut geschult sind und zudem spezielle Ansprechpartner im Betrieb zu Verfügung stehen, dann ist es einfacher, problematisches Verhalten zu erkennen und gezielt anzusprechen." Deshalb bietet der Osnabrücker Caritasverband neben der Beratung durch seine Präventionsfachstellen auch Schulungen für Führungskräfte und die Weiterbildung zum betrieblichen Suchtkrankenhelfer an. 

Dorothee Imsieke sieht darin viele Vorteile: "Kollegen sind in schwierigen Lebenssituationen oft besser als andere in der Lage, Betroffene zu erreichen und Veränderungen anzustoßen, als andere Personen. Dafür vermitteln wir das nötige Wissen."

Das Angebot richtet sich an Unternehmen und Institutionen aller Branchen, seit 2016 wurden 75 Personen aus ca. 40 Unternehmen geschult.  

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