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Glossar: Caritas

Gertrud-Luckner-Preis

Schwarz-weiß-Porträt-Foto von Gertrud LucknerGertrud Luckner als junge Frau.

Der Deutsche Caritasverband will mit dem Preis die soziale Arbeit und wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Aufgaben und Tätigkeiten der freien Wohlfahrtspflege fördern. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert und würdigt die hohe Lebensleistung von Doktorin Gertrud Luckner.

Die Ausschreibung für den 2020er-Preis können Sie sich am Ende dieser Seite herunterladen, Details und Bewerbungsformular finden Sie hier.

Der Preis wird alle zwei Jahre im Rahmen der Delegiertenversammlung des Deutschen Caritasverbandes verliehen. Die Auswahl des Preisträgers oder der Preisträgerin erfolgt durch eine unabhängige Jury. Die erste Preisverleihung fand im Oktober 2006 statt.

Wer ausgezeichnet wird

Mit dem Gertrud-Luckner-Preis werden Abschlussarbeiten in Diplom-, Magister-, Bachelor- und Masterstudiengängen an Universitäten und Fachhochschulen oder vergleichbare Arbeiten ausgezeichnet. Diese müssen sich mit der Arbeit und Aufgabenstellung der freien Wohlfahrtspflege, der Zusammenarbeit zwischen freier und öffentlicher Wohlfahrtspflege, neuen Ansätzen in der Sozialen Arbeit sowie caritastheologischen und sozialethischen Themen befassen. Für den Gertrud-Luckner-Preis können Abschlussarbeiten von Dozenten/-innen beziehungsweise Professoren/-innen an Universitäten und Fachhochschulen vorgeschlagen werden. Eigenbewerbungen sind nicht möglich.

Gertrud Luckner wurde von den Nazis wegen ihres Einsatzes für Jüdinnen und Juden sowie andere Unterdrückte verfolgt und ins KZ Ravensbrück gebracht. Ihr ganzes Leben lang setzte sie sich gegen Antisemitismus und für den interreligiösen Dialog ein. Dafür wurde sie vom Staat Israel als "Gerechte unter den Völkern" geehrt. Als Abteilungsleiterin im Deutschen Caritasverband hat sie wichtige Impulse für die soziale Arbeit in Deutschland gesetzt. 

Ein Porträt Gertrud Luckners finden Sie auf den Webseiten des Erzbistums Freiburg.

Ansprechpartnerin:

Kristina Kieslinger 
Arbeitsstelle Theologie und Ethik
Telefon: 0761 200-253
kristina.kieslinger@caritas.de

Preisträger des Gertrud-Luckner-Preises

  • 2018 wurde Matthias Merz ausgezeichnet, der seine Masterarbeit unter das Thema stellte: "'Der Mensch ist dem Menschen Bedürfniswesen, Aggressor und Fürsorger zugleich (Wilhelm Korff)' – Die Bedeutung der sozialen Perichorese für die ethisch-humane Beurteilung der Arbeitsbedingungen von Pflegekräften im Krankenhaus".

  • 2016 erhielt Anja Willeke den Gertrud-Luckner-Preis, die sich in ihrer Master-Thesis mit dem Thema "Partizipative Führungskultur in Non Profit-Unternehmen" beschäftigt hat.
  • 2014 wurde Christina-Maria Wismath ausgezeichnet. Sie beschäftigte sich in ihrer Master-Thesis mit dem Thema "Service-Learning – Lernen durch Engagement: Eine Konzeptentwicklung für den Caritasverband der Diözese Würzburg" 
  • 2012 wurde Senja Töpfer ausgezeichnet, die sich in ihrer Master-Thesis mit dem Thema "Freiwilligenmanagement – Serviceleistungen eines Wohlfahrtsverbandes für seine Mitgliedsorganisationen auf dem Prüfstand" beschäftigt hat
  • 2010 wurde Maria Heckel ausgezeichnet für ihre Arbeit: "Home-from-Home – Gastfreundschaft für Menschen mit Demenz. Ein innovatives Konzept aus Schottland" 
  • 2008 erhielt Anke Hettinger-Schneider den Gertrud-Luckner-Preis für ihre Diplomarbeit mit dem Titel "Farben und Formen – Eine Möglichkeit der Kommunikation für Menschen mit Demenz". Sie hat an der Katholischen Fachhochschule Nordrhein-Westfalen, Abteilung Köln, im Fachbereich Sozialwesen studiert.  
  • 2006 wurde Stefan Weiller ausgezeichnet. Seine Arbeit trug den Titel: "Wa(h)re Sozialarbeit – Motive, Methoden und Möglichkeiten der Öffentlichkeitsarbeit in der Sozialen Arbeit"
Weitere Informationen zum Herunterladen
Gertrud-Luckner-Preis Verleihungsordnung

Ausschreibung Gertrud-Luckner-Preis 2020

Die Eingabefrist endet am 31. Dezember 2019.

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