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Glossar: Stiftungen

Dachstiftung

Dachstiftungen agieren als Dienstleister für unselbständige Stiftungen. Sie gewährleisten die für eine Stiftung erforderliche, auf Dauer angelegte Organisationsform.

  • Wer eine selbständige Stiftung gründet, braucht eine eigenständige Verwaltung. Diese kostet Geld, das von der Summe abgeht, die der Stifter / die Stifterin einem sozialen Zweck zukommen lassen möchte. Dachstiftungen verwalten mehrere Stiftungen parallel. Dadurch arbeiten sie rationell und erfüllen dennoch die individuellen Wünsche der Stifter(innen).
  • Dachstiftungen entlasten Stifter(innen) von Verwaltungsaufgaben, indem sie sich etwa um die Vermögensanlage, um Buchführung und Jahresrechnung, um die Korrespondenz mit Destinatären zur Vergabe der Stiftungsmittel sowie um die Abwicklung der Fördermaßnahmen kümmern. Die Dachstiftungen übernehmen die Korrespondenz mit Finanzämtern und Stiftungsbehörden sowie Werbemaßnahmen zur Gewinnung von Zustiftungen.
  • Dachstiftungen stellen ihre Erfahrungen und ihr besonderes Expertenwissen zur Mittelverwendung dem/der Stifter(in) zur Verfügung.
  • Dachstiftungen sichern die Kontinuität der Stiftungsarbeit – auch wenn der/die Stifter(in) zeitweise nicht selbst handeln kann oder stirbt. So nehmen sie vielen Stifter(inne)n die Sorge um die Nachhaltigkeit ihres Werkes ab.

Eine Dachstiftung kann aufgrund dieser Vorteile auch selbständigen Stiftungen zu kostengünstigen Bedingungen die Verwaltung der Stiftung unter ihrem Dach anbieten. Die Caritasstiftungen in den Diözesen sowie die der Fachverbände und des Deutschen Caritasverbandes arbeiten immer auch als Dachstiftungen. Sie bieten damit vielen caritativen Stiftungen eine dauerhafte Heimat.

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