Grußwort des Ministerpräsidenten Stephan Weil

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Caritasverbandes der Diözese Osnabrück,

Stephan Weil

zum 100-jährigen Bestehen des Caritasverbandes für die Diözese Osnabrück e.V. gratuliere ich herzlich im Namen der Niedersächsischen Landesregierung.

In diesen hundert Jahren hat der Caritasverband in Osnabrück seine sozialen Hilfsangebote und Dienste kontinuierlich ausgeweitet: zum Beispiel wurden Mutter-Kind-Einrichtungen und die Berufsfachschule Altenpflege gegründet, Einrichtungen für hörgeschädigte Kinder und Jugendliche geschaffen, die Suchtberatung etabliert und die stationäre Versorgung in der Behindertenhilfe verbessert. Der Caritasverband der Diözese Osnabrück unterhält mittlerweile ein sehr umfangreiches Angebot gemeinwohlorientierter Einrichtungen, Dienste und Beratungsstellen. Er ist selbst Träger von 40 Einrichtungen mit 2.060 Mitarbeitenden und ein unverzichtbarer Bestandteil der sozialpolitischen Landschaft in Niedersachsen.

Im Bistum Osnabrück engagieren sich viele tausend ehrenamtliche Helferinnen und Helfer zusammen mit den hauptberuflich Tätigen für Menschen in Not. Allen im Caritasverband der Diözese Osnabrück Tätigen, ob als Hauptamtliche oder im Rahmen ihres ehrenamtlichen Engagements, danke ich von Herzen für ihre wertvolle und nicht immer leichte Arbeit im Dienste des Nächsten.

Der Caritasverband ist für die Landesregierung einer der zentralen sozialpolitischen Ansprechpartner und kritischer Begleiter aller sozialpolitischen Aktivitäten. Der Caritasverband für die Osnabrück e.V. nimmt seit Jahrzehnten in bewährter Weise sozialstaatliche Aufgaben wahr. Damit er - wie die übrigen Verbände der Freien Wohlfahrtspflege auch - dauerhaft leistungsfähig bleibt, hat das Land die Förderung der Verbände auf eine eigene rechtliche Grundlage gestellt und im Dezember 2014 das Wohlfahrtsfördergesetz verabschiedet. Auf dieser Grundlage ist eine neue Vereinbarung über die Finanzhilfe von jährlich über 21 Mio. Euro unterzeichnet worden. Damit ist die notwendige Planungssicherheit für die von den Verbänden wahrzunehmenden Aufgaben hergestellt.

Für das in den letzten 100 Jahren Geleistete danke ich sehr und verbinde dies mit dem Wunsch, dass der Caritas-Gedanke - also christliche Nächstenliebe und Wohltätigkeit - das Handeln vieler Menschen auch weiterhin zum Wohle der Mitmenschen prägen möge.

Der Veranstaltung zum 100-jährigen Bestehen des Caritasverbandes für die Diözese Osnabrück e.V. wünsche ich einen guten Verlauf.

Hannover, im April 2016

Unterschrift Weil

 

 

Stephan Weil

Niedersächsischer Ministerpräsident

Interview mit Bischof Dr. Franz-Josef Bode

Wir haben den Osnabrücker Bischof Dr. Franz-Josef Bode vor dem Rosen-Brot-Event gesprochen und ihm einige Fragen zur Arbeit der Caritas gestellt.

Sehr geehrter Herr Bischof, wie engagiert sich die katholische Kirche im Bistum Osnabrück für Flüchtlinge?

Bischof Bode

Es gibt Aktivitäten in sehr vielen Kirchengemeinden. Hier arbeiten Ehren- und Hauptamtliche eng zusammen. Sehr schöne Beispiele finden sich beim diesjährigen Sonnenschein-Preis der Caritas-Gemeinschaftsstiftung.

Die Caritas und die karitativen Fachverbände haben im ganzen Bistum ein enges Netz der Hilfe und Beratung gespannt.

Im vergangenen Jahr habe ich einen Hilfsfonds aufgelegt und 250.000 Euro für die Flüchtlingshilfe zur Verfügung gestellt.  Insgesamt umfasst die Liste der Hilfeangebote für Flüchtlinge im Bistum Osnabrück mehr als 30 DIN A4-Seiten.

Die Caritas bittet beim Rosen-Brot-Event um Unterstützung für die Flüchtlingshilfe. Weshalb ist das nach wie vor nötig?

Die Integration der Flüchtlinge ist eine Aufgabe, die noch lange nicht abgeschlossen ist.

Die Begleitung der Neuankömmlinge braucht noch lange die Unterstützung von Haupt-und Ehrenamtlichen. Die Ehrenamtlichen sollen professionell bei ihrer Aufgabe unterstützt werden - das ist eine wichtige Aufgabe, die von Bistum und Caritas finanziert wird.

Sprachkurse, Nachhilfeangebote usw. sind nicht kostenlos zu organisieren. Die Zusammenführung von Familien kostet Geld.

Dies sind einige Beispiele, für die wir um Spenden bitten. Ich bin übrigens sehr dankbar für die Unterstützung der Bäcker und für das Rosen-Brot!

Werden wegen des hohen Engagements für Flüchtlinge andere Hilfeangebote gekürzt?

Nein, auf gar keinen Fall. Das gilt für das Engagement der Caritas und der Kirchengemeinden und übrigens genauso für das Engagement der Bürgerinnen und Bürger:  das Spendenaufkommen für karitative Zwecke ist aktuell wesentlich höher als in den vergangenen Jahren, und zwar in allen Bereichen, nicht nur in der Flüchtlingshilfe.

Der Caritasverband für die Diözese Osnabrück wird 100 Jahre. Was ist die wichtigste Aufgabe, vor der die Caritas in Zukunft steht?

Es wäre vermessen, hier ein einzelnes Arbeitsfeld zu nennen. Caritas ist immer eine Antwort des Glaubens auf die Anforderungen der jeweiligen Zeit. Diese Zeichen der Zeit aufmerksam zu erkennen und mit einem wachen Glauben darauf zu reagieren gehört zu den Kernaufgaben der Caritas.


Im Zusammenhang mit dem Rosen-Brot-Event bitten wir um Spenden für die Flüchtlingshilfe der Caritas:

Zwei Männer / Deutscher Caritasverband e. V./ KNA

Spendenprojekt

Ihre Spende für die Integration von Flüchtlingen

Unterstützen Sie die Flüchtlingshilfe der Caritas mit Ihrer Spende. mehr