Pressemitteilung

40 Weihnachtskrippen schmücken das Haus St. Marien

KrippeDie versammelten Gäste singen gemeinsam mit Pfarrer Clemens Loth (links) im Foyer des Hauses St. Marien. Foto: Caritas / Sebastian Hamel

Unter dem Motto "Kommet und seht" können die international gestalteten Werke noch bis Mitte Januar betrachtet werden. Mit einer Andacht unter Leitung von Pastor Clemens Loth wurde die besondere Ausstellung am vergangenen Freitag eröffnet. 

Für den gebürtigen Nordhorner Ferdinand Santel hat die Präsentation seiner Bauten in den Räumen des ehemaligen Marienkrankenhauses eine besondere Bedeutung: "Ich bin in unmittelbarer Nachbarschaft aufgewachsen, habe dort früher auch als Messdiener gewirkt", sagt der 72-Jährige, der zudem viele Jahre im Kirchenvorstand der St. Marien-Gemeinde tätig war und noch heute Mitglied des Gemeindeausschusses ist. Erst vor wenigen Monaten, am 1. September 2018, hatte die Caritas St. Marien Pflege GmbH den Betrieb der Altenpflegeeinrichtung in dem früheren Hospital aufgenommen.
Schon seit seiner Kindheit ist Santel von Weihnachtskrippen fasziniert. Vor mehr als 25 Jahren begann er damit, Figuren und Behausungen selbst herzustellen. Zuvor hatte er einen Kursus in der Krippenbauschule Klüsserath belegt. Seither sind in der heimischen Werkstatt Dutzende Werke entstanden, die bereits bei Ausstellungen im Konradhaus der St. Marien-Gemeinde und im Kloster Frenswegen zu sehen waren. Als Materialien kommen vor allem sogenannter Krippenmörtel und Holz zum Einsatz, die Figuren fertigt der Künstler unter anderem aus Gips, Lehm und Ton. Sogar Figuren aus Mais werden im Haus St. Marien gezeigt. Verschiedene Leuchtmittel setzen die Krippen ansprechend in Szene. Die Sammlung umfasst heimatbezogene und orientalische Werke sowie Ruinen- und Landschaftskrippen in allen Größen - und noch immer entstehen im Hause Santel stets neue Bauten. Eines der jüngsten Exponate wurde nach bolivianischem Vorbild geschaffen, aber auch Krippen aus Frankreich und Afrika zählen zur Ausstellung. "Schließlich ist die Geburt des Jesuskindes international", betont Ferdinand Santel.

Bei der Eröffnung unterstrich Pastor Loth die Verbindung zwischen der Krippendarstellung und den heutigen Christen in der Vorweihnachtszeit: "So wie Maria und Josef, wie die Hirten und Könige machen auch wir uns im Advent auf den Weg und suchen die Begegnung mit Jesus Christus." Hans-Hermann Schönberger, Vorsitzender des 80 Mitglieder zählenden Fördervereins des Hauses St. Marien, sprach seinen Dank für das Engagement aus: "Solche Aktionen sind wichtig, damit sich die Menschen hier wohlfühlen. Sie tragen dazu bei, das Haus lebendig zu machen." Einrichtungsleiterin Monika Wesselmeier bestätigt, dass die Ausstellung bei den Bewohnern bestens ankommt. Bereits am Abend zuvor hätten einige von ihnen einen Blick darauf geworden und gestaunt, dass ein Mensch alleine all die Exponate hergestellt hat. Zudem stifte der Anblick der Weihnachtskrippen eine schöne Erinnerung an zu Hause.

Alle Interessierten sind eingeladen, der Ausstellung und dem Haus St. Marien einen Besuch abzustatten. Das Leitwort "Kommet und seht" ist folglich nicht allein auf die Krippen bezogen: Dem Künstler ist es ein Anliegen, dass die Menschen auch jenes Haus besuchen, das ihm seit jeher am Herzen liegt und das nun zu neuem Leben erwacht ist. Für weitere Informationen - auch bei Interesse zum Kauf eines der Werke - ist Santel per E-Mail fdsantel@phax.de zu erreichen.