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Stand: 23.05.2018

Aktuelles / Mai 2018

Eine Karnevalsaktion und eine Fotoausstellung der besonderen Art

jeck1Fotos von der Fotoausstellung: Die Fotografenschülerinnen machten gleich nochmal ein paar Schnappschüsse vor den großformatigen Porträtbildern - hier zusammen mit den Tanzmariechen des Kolpingkarnevals. 
Foto: Caritas/Roland Knillmann

"Wer oder was ist hier normal?" ist eine der ersten Fragen, die dem Betrachter in den Kopf kommen, wenn er vor den ca. 30 Fotos steht, die bis zum 07.Juni in der Fleckenskirche St. Nikolaus Bad Iburg zu sehen sind. Die Antwort gibt der Titel der Ausstellung: "Jeder Jeck ist anders!"

Worum geht es? Am Rosenmontag hatten die geistig und körperlich behinderten Bewohner des Maria-Elisabeth-Hauses Bad Laer gleich doppelt besonderen Besuch: wie jedes Jahr kam der Kolpingskarneval Bad Laer zur ausgelassenen Karnevalsfeier, zusammen mit vielen anderen Menschen aus der Gemeinde. 

Mit den Jecken kamen diesmal die Fotografen, genauer gesagt, sechs Fotografen-Schülerinnen und -Schüler des Berufschulzentrums am Westerberg (BSZW) zusammen mit ihrem Lehrer Wilhelm Beermann. 

jeck2Michael Göcking (lks) interviewte Wilhelm Beermann und seine Schülerinnen zu ihren Erfahrungen beim Fotoshooting.Foto: Caritas/Roland Knillmann

Beermann ist ehrenamtlich im Karnevalsverein tätig und kennt die Caritas-Einrichtung daher schon lange. Zudem hat er guten Kontakt zu Pastoralreferent Michael Göcking, der die Ausstellungsreihe "Farben des Lebens" in der St.Nikolaus-Kirche Bad Iburg organisiert. Göcking fragte bei Beermann nach bunten Bildern von Menschen. "Das hat mir eine schlaflose Nacht bereitet," gestand der Berufsschullehrer . "Und dann fiel mir das Naheliegende ein: Wir machen Fotos vom Karneval im Maria-Elisabeth-Haus."  Die Idee fiel bei der Leiterin der Caritas-Einrichtung, Bärbel Bührs-Brinker, auf fruchtbaren Boden. "Viele reden von Inklusion - hier geschieht sie", lobte sie das Projekt. Und alle hatten Spaß, unterstreicht Bührs-Brinker: "Ich habe noch nie soviel Helau gerufen und Konfetti geworfen wie an diesem Tag."  

jeck3Einrichtungsleiterin Bärbel Bührs-Brinker (lks) und die Bewohner des Maria-Elisabeth-Hauses hatten als Dankeschön ein Lied einstudiert, das man gut hören und sehen konnte.Foto: Caritas/Roland Knillmann

Die angehenden Fotografen bauten ein mobiles Fotostudio auf und schufen damit im Eingangsbereich des Maria-Elisabeth-Hauses eine ganz besondere Atmosphäre von Glanz und Glamour. Rund 30 Doppelporträts mit den gehandicapten Bewohnern, dem Prinzenpaar, dem Elferrat oder den Tanzmariechen und jede Menge gute Laune waren das Resultat des Tages.
"War etwas anders als bei anderen Fotoaufnahmen?" wollte Göcking im Interview von der Auszubildenden Aleya Igelmann wissen. Die spontane Antwort: "Ja, die Leute waren viel lockerer drauf. Sie haben einfach spontan etwas gemacht. Das hat auch total zum Karneval gepasst!" 

Zur Ausstellungseröffnung hatten die Berufsschüler noch eine besondere Überraschung parat: Sie fertigten ein Fotobuch mit allen Motiven an und brachten zudem für jedes ihrer Models eigene Farbabzüge mit, um an die bemerkenswerte Aktion zu erinnern.

Die Ausstellung gehört zum Zyklus "Farben des Lebens". Während der Zeit der Landesgartenschau finden unter dieser Überschrift verschiedene Ausstellungen in der mittelalterlichen Kirche St.Nikolaus, Große Straße 12 in Bad Iburg statt. 

Die Bilder sind bis zum 7.Juni  täglich von 13.00 Uhr bis 19.00 Uhr  zu sehen, der Eintritt ist frei.