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Ohne Sucht leben

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Trauriger Junge

In Deutschland leben über 2,5 Millionen Kinder unter 18 Jahren mit mindestens einem alkoholkranken Elternteil. Ihre Kindheit ist von Angst und Unsicherheit geprägt. Viele Kinder zerbrechen daran, weil sie bei sich selbst die Schuld suchen, wenn es ihren Eltern schlecht geht. Sie sind in großer Gefahr, spä­ter selbst an einer Sucht zu erkranken. Sucht ist eine Gefahr, die alle Menschen angeht: wohlhabende trifft es ebenso wie arme, beruflich erfolgreiche Menschen ebenso wie arbeitslose, alte ebenso wie junge. Die Suchtberatung der Caritas ist für sie alle da und hilft ihnen schnell und unbürokratisch.

Kinder besonders betroffen

Auf einen Alkoholabhängigen kommen drei bis vier Menschen, die mit betroffen sind. Besonders die Kinder sind in Gefahr.  Eine Gefahr, die selbst dann bestehen bleibt, wenn die Kinder längst auf eigenen Füßen stehen. Ohne qualifizierte Unterstützung werden zwei Drittel von ihnen später selbst krank oder abhängig. Woche für Woche kommen Kinder und Jugendliche mit zum Teil lebensgefährlichen Alkohol­vergiftungen in die Krankenhäuser. Diese Kinder und Jugendlichen, gleichwohl auch Eltern brauchen hier unsere Hilfe und Unterstützung. Helfen Sie uns dabei! 

Die Caritas hilft 

Familie und Sucht

Die Beratungs- und Behandlungsangebote der Caritas helfen allen Menschen, die z.B. durch Alkohol, Drogen oder Medikamente in Not geraten sind. Die Gefährdung durch eine Sucht besteht für alle Menschen: Wohlhabende ebenso wie Arme, beruflich erfolgreiche Menschen ebenso wie unscheinbare Existenzen, kluge Köpfe ebenso wie schlichte Gemüter, alte ebenso wie junge. Es kann wirklich jeden treffen! Die Auslöser für eine Suchterkrankung sind so vielfältig wie das Leben selbst: prägende Kindheitserlebnisse, Streit in der Familie oder eine Trennung, Leistungsdruck und Überlastung, Schicksalsschläge oder ganz einfach erdrückende Einsamkeit. Schwierige Zeiten gehören zum Leben. Doch manche Menschen benötigen unsere Hilfe, um ohne Sucht durchs Leben zu kommen. Die Caritas hilft: beim Ausstieg aus der Sucht und beim Leben danach.

Vorbeugung in der Schule

Die Caritas macht Schülerinnen und Schülern stark gegen die Gefahren des Alkohols. Zum Beispiel an der Ursulaschule, dem Carolinum und im Ratsgymnasium in Osnabrück sowie an der von-Ravensberg-Schule in Bersenbrück: Dort läuft unser Programm "Suchtprävention in der Schule". Jungen und Mädchen der Klassen sieben und neun beschäftigen sich außerhalb des normalen Unterrichts inten­siv mit ihrem Leben, den Gefahren der Sucht und wie sie sich dagegen schützen können. Für diese prägenden Gespräche haben wir Gruppenleiter/-innen ausgebildet, weil diese bei den Jugendlichen meist mehr Gehör finden als Eltern oder Lehrer.

Hilfe im Ernstfall

Wenn Kinder oder Jugendliche mit Alkoholvergiftung ins Krankenhaus müssen, hilft die Caritas mit dem Programm "HaLT - Hart am LimiT". Das erste Gespräch mit den Jugendlichen und ihren Eltern wollen wir möglichst noch in der Klinik führen. Wir sprechen über die Alkoholvergiftung und wie es dazu kam. Auch die Ängste, die Trauer, die Wut oder den Frust der Jugendlichen sprechen wir an.

Unser Konzept "Hart am Limit" ist wirksam. Es stärkt Kinder und Jugendliche und es bezieht Lehrer, Eltern und die Organisatoren von Partys mit ein. Wir setzen uns auch dafür ein, dass der Einzelhan­del den Jugendschutz besser beachtet. Unser Ziel ist es, die Grundhaltung gegenüber gefährlichem Alkoholkonsum zu verändern. Das gilt für den einzelnen Jugendlichen ebenso wie für die Menschen in seinem Umfeld.

Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende, damit junge Menschen nicht in die Sucht geraten und un­abhängig bleiben.