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Stand: 07.05.2018

Pressemitteilung

Inklusion:

MeH zeigt Kunst im Zeitspeicher

Heinz-Bernhard Mäsker, Geschäftsführer vom St. Lukas-Heim und den Caritas-Werkstätten bedankte sich bei den Vorstandsmitgliedern des Förderverein Wilhelm Tepe, Gabriele und Anton Hillebrandt für die Bereitschaft, dieses Kunstprojekt zu unterstützen. Hillebrandt lobte in diesem Zusammenhang die Papenburg Marketing, die spontan zugesagt habe, Flächen des Zeitspeichers im Erdgeschoss für dieses Ausstellung zu öffnen.

Kunstausstellung feierlich eröffnetMehrere Teilnehmer des Kunstprojektes sowie Fachkräfte aus dem MeH-Bereich der Caritas-Werkstätten nördliches Emsland eröffneten mit dem Geschäftsführer Heinz-Bernhard Mäsker, dem Fachbereichsleiter Arbeit und Berufliche Bildung Andreas Frische sowie dem Vorstand des Fördervereins Papenburger Hafenfest Wilhelm Tepe, Gabriele und Anton Hillebrandt die Sonderausstellung im Zeitspeicher. Bis zum 23. September können die maritimen Werke zu den üblichen Öffnungszeiten bestaunt werden.Jürgen Eden/St. Lukas-Heim

„Die Geschichte und auch die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung Papenburg ist mit der Seefahrt verwurzelt. Das wir zum zweiten Mal am Papenburger Hafenfest teilnehmen dürfen ist gelebte Inklusion und verdeutlicht,  dass wir ein Teil der bunten Vielfalt Papenburgs sind“, freut sich Andreas Frische. Er ist im St. Lukas-Heim und den Caritas-Werkstätten Fachbereichsleiter für Arbeit und Berufliche Bildung. Die Werkstatt des MeH-Bereichs bietet nach seinen Worten Perspektiven zur Teilhabe am Arbeitsleben für Menschen, die durch Unfälle oder sonstige akute Erkrankungen massive Schäden im Schädel-Hirn-Bereich erlitten haben und nicht in der Lage sind, ihr gewohntes Arbeits-(Leben) ohne Hilfe weiter zu führen. „Die Arbeitstherapie mit der Begleitung von speziell ausgebildeten Fachkräften aber auch die Kunstangebote bieten differenzierte Hilfen“, sagte die Sozialpädagogin Silvia Eilts. Die Arbeitstherapie helfe bei der Förderung motorischer und kognitiver Fähigkeiten. Bis zu 40 Plätze stehen in der umgebauten, ehemaligen Betlehemschule dafür bereit. „Die Kunst ist für jeden Menschen eine wichtige Ausdrucksform. Allein schon durch die Auswahl der Farben werden Stimmungslagen vermittelt“, erklärt Marcel Gralak, der als Fachkraft die künstlerischen Interessen der Teilnehmer fördert. Aber auch hier werde nach seinen Worten, wie auch bei der Arbeitstherapie die Koordination von Augen und Händen sensibilisiert. Besonders bemerkenswert ist auch die Mitwirkung des erblindeten Künstlers Fadi, der die verbliebenen Sinne mit diesen Angeboten schärfen konnte. So malte er ein Bild von einem Sonnenaufgang in Hamburg, bei dem die Elemente Schatten und Licht ganz besonders zum Ausdruck kommen. Außerdem erstellen alle gemeinsam aus Holz eine Kette mit einem Anker. Bei der Fertigung der einzelnen Glieder stand die Handarbeit mit einfachen Tätigkeiten wie das Feilen und Schleifen im Mittelpunkt, um auch hier die motorischen Fähigkeiten zu mobilisieren und zu fördern. Daran wirken Patrick, Andreas, Thomas, Fadi und Miriam mit. Bis zum Freitag dem 23. September sind die Werke im Papenburger Zeitspeicher während der üblichen Öffnungszeiten zu sehen.