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Stand: 07.05.2018

Pressemitteilung

Inklusion beim Radfahren

Weil der Allgemeinde Deutsche Fahrradclub aus Papenburg (ADFC) mit seinen regelmäßigen Radtouren ein Stück Inklusion zwischen Menschen mit und ohne Behinderungen betreibt, wurde er vom Kreissportbund Emsland (KSB) mit der InduS-Plakette ausgezeichnet. Unter den Pedalrittern sind auch viele Bewohner und Klienten aus dem St. Lukas-Heim und den Caritas-Werkstätten nördliches Emsland.

Radtouren des ADFC führen an die schönsten Orte PapenburgsDie Radtouren des ADFC Papenburg führen Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen an die schönsten Stellen der Kanalstadt. Unser Foto entstand beim Kulturzentrum Gut Altenkamp in Aschendorf.Jürgen Eden

 

Vor der Verleihung konnten sich der stellvertretende KSB-Präsident Hermann Wilkens, InduS-Projektkoordinator Hermann Plagge und die InduS-Beauftragte vom St. Lukas-Heim Anna Sievers von dem Angebot überzeugen. Denn sie nahmen an einer inklusiven Radtour teil, die von Papenburg über die Bülte zum Gut Altenkamp nach Aschendorf führte. Auf dem Rückweg ging es über Tunxdorf, Bokel in die Kanalstadt mit Etappen durch den Stadtpark und den blühenden Hauptkanal. "Im vergangenen Jahr hatte der ADFC Papenburg erstmalig eine inklusive Radtour angeboten. Wir konnten uns mit den Ehrenamtlichen darauf verständigen, dass nach der großen Resonanz aus 2017 in diesem Jahr vier Touren angeboten werden", so Sievers. Das Angebot ist nach ihren Worten eine öffentliche Tour an der jeder, mit oder ohne Beeinträchtigungen teilnehmen kann. "Die Routen werden so ausgearbeitet, dass es möglichst wenig Berührungspunkte mit stark frequentierten Straßen gibt. Auch unübersichtliche Querungspunkte zu viel befahrenen Hauptstraßen werden nach Möglichkeit vermieden", so die Ideengeberin und Vorstandsmitglied vom ADFC Papenburg Patricia Maher-Affeldt.  In der Regel sind weitere fünf bis sechs ehrenamtliche Mitstreiter als Tourbegleiter dabei. Sie sorgen an Kreuzungen mit ihren Warnwesten dafür, dass die Gruppe zusammenbleibt. Denn Wartezeiten sollen vermieden werden. Doch warum engagiert sich der ADFC? "Wir waren begeistert vom Engagement unserer Lingener Kollegen. Da es auch in Papenburg viele Menschen mit Beeinträchtigungen gibt, haben wir gesagt, das können wir auch. Das InduS-Projekt ist eine tolle Idee, mit der man Menschen zusammenbringen kann", so Maher-Affeldt. Hermann Wilkens machte deutlich, dass im Emsland im Rahmen von InduS schon über 70 Vereine mitmachen. Dabei handelt es sich nicht nur um den Breitensport Fußball, sondern auch um viele andere Angebote wie beispielsweise Sportnachmittage in Dörpen oder eben diesem Radfahrangebot des ADFC. Gleichwohl verhehlte er nicht, dass er sehr stolz sei, dass der KSB in diesem Jahr als erster Verband die InduS-Liga Emsland für den Fußball aktivieren konnte.  Er  bemerkte aber auch, dass es bei der Gesamtzahl von 320 Vereinen noch viele Beteiligungsmöglichkeiten in allen Sparten gebe. Am 23. September ist mit dem ADFC eine Großaktion geplant. Unter dem Leitsatz "Inklusion braucht Aktion" sind bundesweit Radfahrer mit und ohne Beeinträchtigungen unterwegs. Eine  Etappe führt vom Dörpener Heimathaus nach Papenburg. Die Route wird derzeit ausgearbeitet. Die Gäste und Teilnehmer dürfen sich nicht nur auf den Radsport, sondern auch auf ein vielfältiges Rahmenprogramm in Dörpen und Papenburg freuen.

Tipp: Jeder Interessierte, ob mit oder ohne Behinderung, kann bei der ca. 1 ½ stündigen Inklusionstour "Rund um Papenburg" mitfahren. Treffpunkt ist immer um 19.00 Uhr am Papenburger Rathaus. Die nächsten Tourtermine sind der 17.07. und der 21.08.2018.

Eine besondere Aktion findet am 23. September statt. Der ADFC Papenburg beteiligt sich gemeinsam mit weiteren Partnern an der bundesweiten Aktion "Inklusion braucht Aktion". Bei der Inklusionstour sind bundesweit Radfahrer mit und ohne Behinderung unterwegs und werben für ein gemeinsames Miteinander. Eine Etappe führt vom Dörpener Heimathaus nach Papenburg. Die Route wird derzeit ausgearbeitet. Jeder kann mitfahren und damit die Aktion unterstützen. Die Gäste und Teilnehmer dürfen sich nicht nur auf den Radsport, sondern auch auf ein vielfältiges Rahmenprogramm in Dörpen und Papenburg freuen.