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Stand: 02.07.2019

Pressemitteilung

Ehrenamt:

Hospizbegleiter im "Stellwerk"

Denn in diesem Teilbereich der Caritas-Werkstätten nördliches Emsland werden Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen auf eine berufliche Teilhabe vorbereitet. An fünf Tagen lernten 18 Teilnehmer die Arbeit der Hospizbewegung Papenburg und Umgebung kennen.

Was man zu verstehen gelernt hat, fürchtet man nicht: Diese Worte von Marie Curie bildeten so etwas wie den Mantel des Projektes. Um die mit unterschiedlichen Emotionen behafteten Themenfelder näher zu bringen, verständigten sich die fünf ehrenamtlichen Hospizhelferinnen und die Fachkraft aus dem Berufsbildungsbereich auf ein von der Bundeshospizakademie erstelltes Konzept. Das waren im Einzelnen die Kernthemen "Werden und Vergehen", "Krankheit und Leid", "Sterben und Tod", "Vom Traurig sein" und "Trost und trösten".

Der Morgenkreis und ein Lied bildeten als tägliche Rituale den Einstieg in den Tag. Danach begann die inhaltliche Auseinandersetzung in vier kleinen Gruppen. Als Ausdrucksformen und zur Vermittlung der Inhalte dienten das Malen, Lesen oder Schreiben und vor allem aber die vielen Gesprächsrunden mit den Hospizbegleiterinnen. Mit einfachen Fragen stellten sie die Empathie her: Was kann mit Oma los sein? Was kann Julia tun? Sarah, Damira, Dominik, Josef und Simon machten sich gemeinsam mit einer Hospizbegleiterin Gedanken zu diesem Bild. „Es war auch für die fünf Hospizbegleiterinnen eine besondere Herausforderung. Denn eine Interaktion zu diesem Thema hatten sie mit dieser Zielgruppe bisher noch nicht erlebt“, berichtet Christa Bögemann. Sie ist stellvertretende Vorsitzende der Hospizbewegung Papenburg und Umgebung, Koordinatorin und Leiterin der Ortsgruppe Dörpen.

Dunkle und erhellende Momente, Tod und Trauer als Themen im Über Ereignisse reden, die oft bei Gesprächen tabu sind: Fünf ehrenamtliche Hospizbegleiterinnen sprachen mit 18 Teilnehmer des Berufsbildungsbereiches „Stellwerk“ in Papenburg über Tod und Trauer.Jürgen Eden/Caritas-Werkstätten nördliches Emsland

Nachdenken und fragen, antworten und Gefühle ausdrücken – all das wurde den Jugendlichen nach ihren Worten durch eine entsprechende Atmosphäre leicht gemacht. „Auch Teilnehmer, die sonst eher zurückhaltend sind, äußerten sich oft freimütig über das, was sie in ihrem Leben bewegt hat oder immer noch bewegt“, ergänzt Monika Freemann. Sie ist als Fachkraft im „Stellwerk“ tätig und kennt die Teilnehmer sehr genau.

 

Die Resonanz fiel am Ende sehr positiv aus. Denn im Abschlussgespräch gab es Sätze wie: „Die Woche war oft traurig, aber im Herzen hat sie auch Spaß gemacht“ oder „Könnt ihr nächste Woche bitte wieder kommen“ Für die fünf Hospizbegleiterinnen Monika Freemann, Lilly Abels, Katrin Schimansky, Christa Frericks und Christa Bögemann war es eine sehr arbeitsintensive, aber auch rundherum sehr bereichernde beeindruckende Zeit. Die Hospizbewegung Papenburg und Umgebung, mit den Ortsgruppen Dörpen und Aschendorf/Rhede führt dieses Projekt zwei Mal im Jahr an Grundschulen für das 3. oder 4. Schuljahr durch. Außerdem soll im Jahr 2020 wieder ein neuer Ausbildungskurs für Hospizbegleiter/innen stattfinden. Denn für die immer umfangreichere ehrenamtliche Tätigkeit werden in allen Ortsgruppen neue Mitarbeite gesucht.

Interessenten können sich unter folgender Telefonnummer informieren: 01739644393 (Christa Bögemann).