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Stand: 19.03.2019

Aktuelles / März 2019

Aschendorf

EUTB hat Lotsenfunktion

"Im vergangenen Jahr hatten wir rund 35 Beratungen. In den ersten beiden Monaten des neuen Jahres sind es schon über 30 Ratsuchende", so Harms. Die Bundestagsabgeordnete hatte sich maßgeblich für die Schaffung des Beratungsangebotes im nördlichen Emsland eingesetzt. Begleitet wurde sie beim Besuch von der Behindertenbeauftragten Ursula Mersmann (Landkreis Emsland) und dem Chef der CDU-Stadtratsfraktion Pascal Albers.

Politiker fragten bei EUTB nachZeigten sich mit der Resonanz der EUTB in Aschendorf sehr zufrieden: Die Behindertenbeauftragte Ursula Mersmann (von links), der CDU-Stadtratsfraktionsvorsitzende Pascal Albers, die Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann im Gespräch mit Verena Harms von der EUTB. Jürgen Eden/EUTB

"Wir beraten zu allen Bereichen der sozialen und beruflichen Teilhabe und unterstützen überall dort, wo Fragen auftreten. Dazu gehören zum Beispiel die Bereiche Wohnen, Freizeit, Pflege, Assistenz, persönliches Budget und Arbeit.", so die Heilpädagogin Harms weiter. Connemann machte deutlich, dass die unabhängige Beratung ein wichtiger Baustein bei den Inklusionsbemühungen der Bundesregierung sei. Da das Angebot zunächst auf drei Jahre befristet sei, müsse man frühzeitig schauen, ob die EUTB angenommen werde. "Die Beratung erfolgt auf Augenhöhe, denn die Berater sind oft selbst Betroffene oder seit vielen Jahren in der Beratung tätig", so Connemann. So auch die beiden Beraterinnen der EUTB in Aschendorf: Ursula Buss kennt die Sorgen und Bedürfnisse der Ratsuchenden sehr genau, da sie selbst Mutter eines Kindes mit Hilfe- und Förderbedarf ist. Harms hingegen war viele Jahre in der Beratung des St. Lukas-Heims tätig und konnte die unterschiedlichen Lebensbiografien sehr gut kennenlernen. Die Behindertenbeauftragte Ursula Mersmann machte deutlich, dass die EUTB ein guter Kompass durch die vielen Hilfen im Emsland sei und daher eine wichtige Lotsenfunktion übernehme. "Die Beratungsangebote und Hilfen sind im Emsland sehr gut vernetzt. Dadurch sind oft nahtlose Übergänge möglich", so Mersmann. Albers lobte das Angebot ebenfalls, denn es fördere die Eigenverantwortlichkeit und stärke die Selbstbestimmung. Deutlich wurde bei dem Besuch jedoch auch, dass zur Teilhabe die gelingende Kommunikation durch einfache Sprache gehören müsse. Insbesondere Behörden seien künftig gefordert, die Anträge in der Wortwahl verständlicher zu gestalten. Der Slogan "Eine für alle" beschreibe die Vielfalt der Ratsuchenden und die Fülle an unterschiedlichen Fragestellungen sehr gut. "Personen mit Beeinträchtigung, Angehörige und Interessierte jeden Alters können mit allen Fragen zu uns kommen. Die Aussage: ‚Dafür sind wir nicht zuständig‘, gibt es bei uns nicht", so Harms die außerdem darauf verweist, das die Beratung für alle Interessenten kostenfrei ist.

Die EUTB befindet sich in Aschendorf in der Von-Galen-Straße 19 im Gebäude des Sozialverbandes Deutschland (SOVD). Termine können über die Telefonnummer 04962 / 914119, über die neue EUTB-App oder per E-Mail: verena.harms@eutb-emsland.de vereinbart werden. Weitere Beratungsstellen gibt es auch in Meppen und Lingen, aber auch bundesweit.