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Stand: 07.05.2018

Pressemitteilung

Benefizkonzert für Autismus-Familiencafe

Beim Blick durch die großen Panorama-Fenster aus der Aula des Papenburger Gymnasiums wurden die ersten herbstlichen Farbenspiele der Natur sichtbar. Genau in diese Zeit fiel  zum vierten Mal der Auftritt von Stephan Schomaker mit zwei Bands. Sie formierten sich zu Gunsten des Autismus-Familiencafes und konnten für über zwei Stunden mit handgemachter Musik aufwarten.

Mehrere FormationenMehrere Bandformationen brachten eine große Bandbreite an selbst erstellten Musikwerken dar. Kopf aller Formationen war der Berufsmusiker Stephan Schomaker.Jürgen Eden

„Wir haben mit unserem Autimsus-Familiencafe im Frühjahr erste Treffen organisiert. Hier schließen betroffene Eltern Freundschaften und erleben einen Austausch sowie die Begleitung mit Experten zur Förderung und Forschung“, erklärte Silvia Schomaker als Schwester des Musikers. Sie ist Mutter eines autistischen Kindes und kennt die vielen Facetten der Beeinträchtigung und Veränderungen der Sozialkontakte. Sie fokussierte ihre Begrüßung dann auch auf die enge Zusammenarbeit mit dem St. Lukas-Heim  in Papenburg. „Nicht selten führt Autismus eines Kindes zur Isolation der gesamten Familie“,  so Sabine Middendorf vom St. Lukas-Heim zur sozialen Situation Betroffener.

 

Viel LeidenschaftMit viel Leidenschaft präsentierten die Musiker die unterschiedlichen Werke.Jürgen Eden

Daher sei das Familiencafe ein gutes Forum, Gemeinsamkeiten zu entdecken und Rückhalt zu finden. Um differenzierte Hilfen anbieten zu können, wurden nach ihren Worten die jahrelangen Kompetenzen und Ressourcen der Einrichtung vernetzt. Dann erlosch das Licht in der Aula. Die ersten Klänge aus der E-Gitarre durchdrangen die Reihen der Aula.  „Das was wir hier machen, ist keiner bestimmten Musikrichtung zuzuordnen. Es ist weder Fisch noch Fleisch und sicher nicht immer jedermanns Sache“, so der aus Papenburg stammende Berufsmusiker nach der ersten Eigenkomposition eher bescheiden. Dabei war Bescheidenheit nicht unbedingt angebracht, denn im Laufe des rund zweistündigen Konzertes zeigte er das gesamte Spektrum an Klängen, die sich mit den Saiten einer E-Gitarre erzeugen lassen. Vorwiegend Eigenkompositionen aber auch einige Klassiker gab es „auf die Ohren“, wie Schomaker während seiner Einleitungen mit viel Wortwitz in Richtung des Publikums artikulierte. Unter dem Leitsatz „Back to the roots“ (Zurück zu den Anfängen) erinnerte er mit der Band „Weltseele“ an die jungen Jahre. Dazu gehören Schlagzeuger Manuel Kempen und Bassist Oliver Klaas die nach eigenem Bekunden sogar einen Taubenstall als Probenraum nutzten. Not macht halt erfinderisch. Nicht selten staunten an diesem ersten Herbstabend die rund 260 Gäste über die klangliche Vielfalt, die aus den drei Instrumenten Gitarre, Bass und Schlagzeug herauszuholen waren. Langsame, beruhigende Balladen und aufwühlende Werke des Punkrocks unterstrichen die Dynamik, die einen ersten Höhepunkt mit der stimmlichen Unterstützung von Linda Meiners fand.

Eindrucksvolles SoloMit einem eindrucksvollen Solo zog Ralf Sextro-Schomaker die Zuhörer in seinen Bann.Jürgen Eden

Kurz vor der Pause betrat dann noch Ralf Sextro-Schomaker die Bühne und zog mit dem Titel „House of the rising sun“ die Gäste in seinen Bann. Ein Heimspiel hatte auch Birgit Gerdes, die sich in der Region in verschiedenen Bandformationen einen Namen gemacht hatte und nun die Band „SHoKo“ (Sebastian Everding, Linda Meiners, Matthias Greifenberg und Matthias Everding) zusätzlich beflügelte. Die Reaktionen im Publikum fielen wie gewohnt sehr unterschiedlich aus. „Das ist handgemachte Musik und mir haben viele Stücke gut gefallen“ war genauso zu hören, wie „Nicht alle Werke waren mein Ding, aber die Fertigkeit und die Kunst zu Improvisieren ist schon einzigartig“, verriet ein anderer Zuhörer. Damit traf letzterer Gast den Nerv. Denn die Setliste wurde aufgrund der Entfernung zueinander per Handynachrichtendienst abgestimmt. Erst am Abend vor dem Konzert kehrten die Musiker bei Mutter Adele Schomaker ein um sich für das Benefizkonzert zu formieren und am Nachmittag des Sonnabends für einige Stunden zu proben. Das lobten die Gäste in der Pause während ihrer Smaltalks. Der Berufsbildungsbereich Stellwerk und der Getränkeverkauf durch den Studienkreis sorgten auch dort für einen facettenreichen Abend. Am Ende konnte sich das Autismus-Familiencafe über einen Gesamterlös in Höhe von xxx Euro freuen. Eine Neuauflage gilt als sicher.