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Glossar: Migration

AnkER-Zentren

Die im Koalitionsvertrag der Großen Koalition von 2018 auftauchende Bezeichnung AnkER ist eine Abkürzung für „Ankunft, Entscheidung und Rückführung”. In sogenannten AnkER-Zentren sollen Schutzsuchende untergebracht werden bis ihr Asylantrag positiv beschieden wurde und ausziehen dürfen oder sie nach einer Ablehnung ihres Asylantrags freiwillig ausreisen bzw. direkt aus dem AnkER-Zentrum abgeschoben werden.

In  AnkER-Zentren sollen alle zuständigen Behörden - wie das Arbeitsamt, die Ausländerbehörde, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) oder das Jugendamt - unter einem Dach arbeiten. Politisches Ziel ist es dabei, Asylverfahren zu beschleunigen und dann ggf. auch für rasche Abschiebungenzu sorgen.

Seit dem 1. August 2018 wurden bundesweit insgesamt neun bereits bestehende große Unterbringungseinrichtungen in AnkER-Zentren umbenannt und teilweise die Einrichtungskonzepte angepasst. Mit Stand März 2019 gibt es sieben AnkER-Zentren in Bayern sowie jeweils eins im Saarland und in Sachsen. Allerdings haben viele Bundesländer Einrichtungen geschaffen, die AnkER-Zentren stark ähneln; jedoch andere Bezeichnungen haben.

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