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Stand: 13.09.2018

Aktuelles /September 2018

Meppen

Gegen Geldspielautomaten in Gaststätten

Keine Geldspielautomaten in Gaststätten, Mindestabstand zwischen Spielhallen, regelmäßige Jugendschutzkontrollen: Die Fachambulanzen für Suchtprävention und Rehabilitation der Caritas im Emsland und im Osnabrücker Land setzen sich mit einer Petition für mehr Spielerschutz, besonders für Jugendliche, ein. "Suchtgefährdete und vor allem Jugendliche werden dann am besten geschützt, wenn weniger Glücksspielangebote verfügbar oder nicht so leicht zugänglich sind", erklärt Kathrin Vorjans von der Fachambulanz Sucht des Caritasverbandes für den Landkreis Emsland. "Dabei geht es vor allem um die besonders suchtgefährdenden Glücksspiele wie das Automatenspiel in Spielhallen und in gastronomischen Betrieben."

nls

Um auf dieses Anliegen aufmerksam zu machen, sammelt die Caritas Unterschriften für eine Petition, die von der Niedersächsischen Landesstelle für Suchtfragen (NLS) koordiniert wird. Geplant ist, dass eine niedersächsische Delegation der Glücksspielsuchtfachkräfte und der Selbsthilfe die Unterschriften am Aktionstag Glücksspielsucht am 26. September an das Wirtschaftsministerium in Hannover überreicht und die Anliegen vorbringt.

Um möglichst viele Unterschriften zusammenzubekommen und Betroffene ebenso wie interessierte Bürgerinnen und Bürger zu erreichen, gibt es am Dienstag, 18. September, von 10 bis 13 Uhr einen Info-Stand der Caritas auf dem Meppener Wochenmarkt. Besucher können sich hier über das Thema Glücksspielsucht informieren und die Petition unterschreiben. Die Osnabrücker Caritas steht am gleichen Tag von 13 bis 16 Uhr auf dem Wochenmarkt an der Johanniskirche in Osnabrück, um Unterschriften zu sammeln. Unterstützung bekommen die Fachambulanzen von Betroffenen und dem Kreuzbund als Selbsthilfe- und Helfergemeinschaft für Suchtkranke und Angehörige.

"Suchtprävention und die Hilfe für Suchtgefährdete sicherzustellen, ist eine öffentliche Aufgabe", sagt Katharina Szoltysik von der Osnabrücker Fachambulanz Sucht. "Die Landesregierung betont in ihrem Koalitionsvertrag, dass für sie eine stärkere Suchtprävention und ein besserer Spielerschutz von besonderer Bedeutung sind. Trotzdem gibt es einen neuen Gesetzentwurf des Wirtschaftsministeriums, der wieder Zweierkonzessionen für Spielhallen zulassen und die Abstandsregelungen vorerst nicht umsetzen will. Dagegen erheben wir die Stimme."