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Stand: 29.05.2019

Aktuelles / Mai 2019

Meppen

Neue Caritas-Beratungsstelle eingeweiht

Bischof Bode kam zur Einweihung nach MeppenAm vergangenen Freitag erhielt die neue Caritas Beratungsstelle in Meppen ihren kirchlichen Segen durch den Osnabrücker Bischof Dr. Franz-Josef Bode. Unser Foto zeigt (von links) den Pfarradministrator Peter Göhlich (St. Vitus Gemeinde), Bischof Dr. Franz-Josef Bode (Diözese Osnabrück), Diakon und Caritasvorstand Dr. Gerrit Schulte (Caritasverband für die Diözese Osnabrück) und Geschäftsführer Marcus Drees vom Caritasverband für den Landkreis Emsland.Jürgen Eden/Caritasverband für den Landkreis Emsland

Der Bischof Dr. Franz-Josef Bode weihte im Beisein zahlreicher Ehrengäste die neue Caritas-Beratungsstelle in Meppen ein. Am Sonntag besichtigten viele Gäste die Räume und informierten sich über die vielen differenzierten Hilfen. 

Der Meppener Bürgermeister Helmut Knurbein freute sich einerseits über den städtebaulich gelungenen Ansatz zur Veränderung des Quartiers rund um die Propsteikirche St. Vitus. Er machte jedoch auch keinen Hehl daraus, dass die Wege für Hilfesuchende nun deutlich kürzer werden, da alle Fachdienste unter einem Dach untergebracht werden konnten. „Unser kirchlicher Rahmen besteht aus unserem Glauben und aus der Nächstenliebe“, sagte Norbert Kuiter von der Kirchengemeinde St. Vitus Meppen. Mit Blick auf die Nähe der Propsteikirche zur neuen Caritas-Beratungsstelle spannte Bischof Dr. Franz-Josef Bode einen Bogen zum Leitbild des Bistums in dem es heißt: „Gott und den Menschen nahe“. Doch nicht die Außenmauern,  sondern das Innere mit den vielen haupt- und ehrenamtlichen Kräften mit ihrer Profession und Lebenskompetenz zeige vielen Hilfesuchenden gute Wege auf und verdeutliche, dass Gott spürbar sei.

Alte Hausinschrift als Talk-Vorlage:Spannender Talk zum Leitsatz „Stein und Mörtel bauen das Haus. Geist und Liebe schmücken es aus“: Caritasdirektor Franz Loth, Landrat Reinhard Winter und Ludger Abeln.Jürgen Eden/Caritasverband für den Landkreis Emslan

In der von Ludger Abeln moderierten Talkrunde mit dem Titel "Verbunden werden auch die Schwachen mächtig" blickte Caritasdirektor Franz Loth auf die Emslandstudie zurück. „Wir sind hier so erfolgreich, weil wir ein gutes Miteinander haben“, so Loth. Er mahnte jedoch, dass dieses nicht für alle Zeiten gesichert sei. Vielmehr müsse sich jeder gesellschaftlich engagieren. Er bedauerte, dass es für die Einführung eines Pflichtjahres für alle derzeit keine Mehrheiten gebe.

Bischof griff zur FlöteÜberraschte Gesichter vor dem Festgottesdienst: Der Bischof Dr. Franz-Josef Bode bewies, das er auch musizieren kann. Dennoch gab es eine „Arbeitsteilung“. Der Bischof hielt die Festpredigt und die Gruppe „Solo & Tutti“ vom Vitus-Werk unter der Leitung von Marlene Bucher sorgte für einen bewegten musikalischen Rahmen.Jürgen Eden/Caritasverband für den Landkreis Emsland

Vor dem Hintergrund der nächsten Stufe des Bundesteilhabegesetztes warnte Loth vor einer weiteren Bürokratisierung. "Wir benötigen die Kräfte an der Basis und nicht in den Büros", so Loth. Landrat Reinhard Winter sagte mit Blick auf die Fertigstellung des Gebäudes: "Hier zeigt sich erneut, dass wir eine gute Verantwortungspartnerschaft zwischen Bistum, Kirchengemeinde, Caritas, der Stadt und dem Landkreis Emsland haben. Das kriegt man heute leider längst nicht mehr überall so hin", so der Landrat. Marcus Drees, Geschäftsführer vom Caritasverband für den Landkreis Emsland erinnerte an den ausführlichen Findungs- und Bauprozess.

Das neue Haus aus Stein und M�rtel mit dem Geist und LiebeDie neue Caritasberatungsstelle an der Kuhstraße gegenüber der Meppener Propsteikirche.Jürgen Eden/Caritasverband für den Landkreis Emsland

"Die erste E-Mail dazu stammt aus dem Jahr 2013", so Drees. Dabei machte er deutlich, dass ohne die weitreichende Entscheidung der Kirchengemeinde das Vorhaben nicht realisierbar gewesen wäre. In seine Dankesworte bezog er auch Jürgen Schwegmann und Stephanie Löning vom Architekturbüro B-Werk mit ein. Er bedankte sich auch beim Landkreis und der Stadt, die sich mit je 200.000 Euro an den Baukosten beteiligten. Vom Bistum Osnabrück und dem Deutschen Hilfswerk wurden je 300.000 Euro übernommen. Sehr gut verlief die Zusammenarbeit nach seinen Worten auch mit einem weiteren Projektpartner, dem Ludmillenstift. Bauherr des insgesamt 1,87 Millionen Euro teuren Objektes ist der Caritasverband für die Diözese Osnabrück. Marion Feldmann als Leiterin der Fachambulanz Sucht und Mitglied im Projektteam machte deutlich, dass es bei Klienten immer häufiger Doppeldiagnosen gebe.

Solo & Tutti vom Vitus WerkDie Musikformation "Solo & Tutti" vom Vitus-Werk verzauberte während des Wortgottesdienstes und Festaktes die Ehrengäste in der Meppener Propsteikirche.Jürgen Eden/Caritasverband für den Landkreis Emsland

Da nun alle Professionen unter einem Dach tätig seien, könne effektiver geholfen werden. Die rund 40 Mitarbeiter der Beratungsstelle Meppen bieten künftig zentral an einer Stelle Hilfen in der Ambulante Wohnungslosenhilfe, Schuldnerberatung, Allgemeine Soziale Beratung, Kur- und Erholungsberatung, Fachambulanz für Suchtprävention und- Rehabilitation und  Schulsozialarbeit. Außerdem haben unter dem neuen Dach auch das Servicecenter der Pflegedienste für Abrechnung und Controlling sowie die Geschäftsstelle mit Verwaltung des Caritasverbandes für den Landkreis Emsland einen Platz gefunden.