URL: www.caritas-os.de/st.-maria-elisabeth-haus/aktuelles/wir-gestalten-unsere-stadt
Stand: 19.05.2017

Aktuelles/Mai 2017

Bad Laer

Wir gestalten unsere Stadt!

Wir gestalten unsere Stadt

Vom 08. bis zum 11. Mai 2017 trafen sich täglich sieben Schülerinnen der Oberschule Bad Laer und Nutzer der Tagesförderstätte des St. Maria-Elisabeth-Haus, um den Wahrnehmungspfad der Einrichtung neu zu gestalten. Der Garten des St. Maria-Elisabeth-Haus soll in den kommenden Wochen und Monaten auf Vordermann gebracht werden, da die Einrichtung im Juni 2018 am "Tag des offenen Gartens" in Bad Laer teilnehmen wird und seinen Garten dann für Gäste öffnet.

Die Schülerinnen konnten im Rahmen der Projektwoche der Oberschule zum Thema "Lernerlebnis Energiewende" dabei vielfältige Erfahrungen machen: Sie hatten die Gelegenheit, mit verschiedenen natürlichen Rohstoffen zu arbeiten und kamen in Kontakt und in den Austausch mit den Nutzern der Tagesförderstätte.

Wir gestalten unsere Stadt!

Gemeinsam ging es nach einem ersten gegenseitigen Kennenlernen an die Arbeit: Zur Neugestaltung des Wahrnehmungspfades war es erforderlich,  zunächst die alten Materialien abzutragen und das Unkraut zu entfernen. Im nächsten Schritt wurden ressourcenschonende sowie natürliche Materialien eingelassen: Kiefernnadeln, Tannenzapfen, Holzbohlen, Baumscheiben, Findlinge, Sand, Rindenmulch, Kieselsteine sowie alte Pflasterplatten und Steine sorgen nun dafür, dass beim Begehen des erneuerten Pfads die Sinne durch viele unterschiedliche Untergründe angeregt werden.

Zusätzlich zum Sinnesparcours arbeiteten die Schülerinnen anlässlich des "Protesttags von Aktion Mensch zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung" zum Thema "Wir gestalten unsere Stadt!". Es wurde überlegt, was die Gemeinde Bad Laer braucht, damit Jung, Alt, Menschen mit Behinderung oder Menschen mit Fluchterfahrungen gut zusammenleben können. Sei es, dass eine Stufe zu einem bestimmten Geschäft den Zugang für Menschen mit Gehbeeinträchtigungen einschränkt oder dass es für Kinder, die einen Rollstuhl nutzen schwierig ist, alle Angebote auf einem Spielplatz zu nutzen. Die Schülerinnen machten sich hierzu nicht nur Ideen, sondern erkundeten selbst im Rollstuhl sitzend die Gemeinde. Somit konnten ganz handlungsorientiert die Erfahrungen gemacht werden, wo z.B. Barrierefreiheit schon gut umgesetzt wird und wo es möglicherweise noch Optimierungsbedarf gibt. Die Ergebnisse dieser Erkundungen wurden anschließend auf einem großen Plakat festgehalten, welches die Schülerinnen in der kommenden Woche der gesamten Schulgemeinschaft vorstellen werden.

Abschließend hält Frau Mareike Himmelreich, Lehrerin an der Oberschule, die dieses Projekt begleitet hat fest, dass die Projektwoche für alle Beteiligten eine extreme Bereicherung war: "Es ist immer wieder sehr schön zu beobachten und mitzuerleben, wie viel Freude und Spaß die Schülerinnen und Nutzer der Tagesförderstätte am gemeinsamen Miteinander sowie kreativen Tun haben und dass eine etwaige Behinderung der Nutzer der Tagesförderstätte vollkommen in den Hintergrund gerät."