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Auf einen Schlag ist alles anders

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Arbeit in der WerkstattJeder braucht soziale Kontakte und das Gefühl, etwas leisten zu können.

„Nach meinem Schlaganfall gab es Momente, in denen wäre ich lieber gestorben” sagt der langjährige Mitarbeiter des St. Lukas-Heimes, Peter Assies. „Heute bin ich froh um jeden Augenblick, den ich habe."

Wer die Intensivstation und die Reha überstanden hat, für den beginnt ein ganz neuer Alltag. Fast niemand kann an seinen alten Arbeitsplatz zurückkehren. „Den größten Schock bekam ich, als ich etwas schreiben wollte. Meine Hand schlug quer über den Block. Ich hatte überhaupt keine Kontrolle über den Arm" sagt Peter Assies.

Sinnvolle Arbeit, Ergotherapie, kreativ-künstlerisches Arbeiten und Training im Gymnastik-Raum leisten einen wichtigen Beitrag dazu, wieder ein gutes Leben führen zu können. Jeder braucht soziale Kontakte und das Gefühl, etwas leisten zu können.

Darum ist die neue Werkstatt so wichtig

Bislang gibt es in Papenburg nur 18 Werkstatt-Plätze für Menschen mit Hirnschäden. Doch ihren Arbeitsplatz müssen sie gemeinsam mit vielen anderen Menschen nutzen. Es ist zu eng, zu hektisch und zu laut. Das soll sich ändern.

„Mit vielen Menschen um mich herum kann ich heute nicht mehr gut umgehen. Ich kann auch immer nur einer Person zuhören, sonst kann ich das Gesprochene nicht aufnehmen und verarbeiten. Meine Merkfähigkeit ist noch gestört.”

So beschreibt Peter Assies sein Empfinden nach den Hirnschäden, die sein Schlaganfall verursacht hat. Viele haben danach keinen „Filter” mehr für Nebengeräusche. Deshalb ist es so wichtig, dass die neue Werkstatt genug Platz bietet. Dort kann jeder individuell begleitet werden:

  • die richtige Arbeit,
  • die richtigen Hilfen,
  • die richtigen Therapien.

Außerdem können in der neuen Werkstatt endlich auch die Menschen mitarbeiten, die schon jahrelang auf einen Platz warten.

Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende, damit wir diese Plätze gut ausrüsten können!

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Flyer "Auf einen Schlag ist alles anders"