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Stand: 29.04.2014

Aktuelles/Januar 2016

Bad Rothenfelde / Bistum

„Einsatz für die Umwelt ist Gewinn für die Zukunft“

Umweltpreis Preisträger.JPGDie Preisträger, Weihbischof Johannes Wübbe (3.von links) und Caritasdirektor Franz Loth (links) nach der Verleihung des Caritas-Umweltpreises.

Umweltschutz und ein achtsamer Umgang mit Ressourcen sind in den Einrichtungen der Caritas ein großes Thema. Ob Energieeinsparungen, stärkere Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel oder die Schulung von Mitarbeitenden - die Ansatzpunkte sind vielfältig. Um den Einsatz für die Umwelt zu fördern, zeichnete der Caritasverband für die Diözese Osnabrück e.V. nun erstmals Kirchengemeinden und soziale Einrichtung im Bistum Osnabrück mit dem Umweltpreis aus. Der Umweltpreis ist mit insgesamt 7.000 Euro dotiert.

In seiner Laudatio auf die Preisträger wies Weihbischof Johannes Wübbe auf den engen Zusammenhang zwischen der Bewahrung der Schöpfung und dem Einsatz für die Menschen: "Wir müssen global denken und lokal handeln. Die Projekte, die heute den Preis erhalten, liegen auf dieser Linie: Sie stehen für lokales Handeln und haben eine globale Perspektive."

weihbischof Johannes Wübbe, Günter Sandfort (stellvertr. Caritasdirektor) und Caritasdirektor Franz Loth überreichen Silvia Selinger-Hugen von der Caritas Gesundheitszentrum für Familien Norderney GmbH den 1.Preis.weihbischof Johannes Wübbe, Günter Sandfort (stellvertr. Caritasdirektor) und Caritasdirektor Franz Loth überreichen Silvia Selinger-Hugen von der Caritas Gesundheitszentrum für Familien Norderney GmbH den 1.Preis.

Caritasdirektor Franz Loth machte deutlich, weshalb der Wohlfahrtsverband den Preis verleiht: "Mit dem Umweltpreis setzen wir ein Zeichen gegen Trägheit und Resignation. Der Einsatz für die Umwelt ist ein Gewinn für die Zukunft." An die Preisträger gerichtet, formulierte Loth: "Wir können etwas tun, das haben Sie in Gemeinden und Einrichtungen bewiesen."

Den 1. Preis, 3.000 Euro und ein Lastenfahrrad, nahm Silvia Selinger-Hugen für die Caritas-Gesundheitszentrum für Familien Norderney GmbH entgegen. Mit umfassenden und vielfältigen Maßnahmen werden in den vier Häusern des Gesundheitszentrums seit 2012 Ressourcen geschont. Einige Beispiele: Die Beleuchtung wurde auf LED umgestellt, der Papierverbrauch reduziert und  alle Wasserhähne wurden mit Spareinsätzen versehen. Die Gäste können seit einiger Zeit selber bestimmen, wann ihre Bettwäsche gewechselt wird, was den Verbrauch erheblich senkt und die Zufriedenheit der Gäste steigert. Weiterhin wurden Umweltstandards bei Um- und Neubauten berücksichtigt.Intensive Schulungen der Mitarbeitenden runden das Engagement der Norderneyer Einrichtung.

Weihbischof Wübbe, Günter Sandfort (lks) und Caritasdirektor Franz Loth (re) mit Ingrid Fischer, Clemens Brink, Hertha Gottschlich und Thomas Gottschlich von der Kirchengemende Mariä Himmelfahrt Moormerland, die den 2. Preis erhielt.Weihbischof Wübbe, Günter Sandfort (lks) und Caritasdirektor Franz Loth (re) mit Ingrid Fischer, Clemens Brink, Hertha Gottschlich und Thomas Gottschlich von der Kirchengemende Mariä Himmelfahrt Moormerland, die den 2. Preis erhielt.

Den 2. Preis, einen Scheck über 2.000 Euro und ein E-Bike, erhielt die Kirchengemeinde Mariä Himmelfahrt in Moormerland. Fair gehandelt oder regional - so könnte das Motto des dort Aktiven lauten. Die Kirchengemeinde feiert Feste und Veranstaltungen ausschließlich mit fair gehandelten oder regionalen Produkten. Auch der Blumenschmuck in der Kirche kommt entweder aus dem eigenen Garten oder vom Gärtner aus der Region.

Weiterhin sind eine neue effektivere Dämmung für die Wände des Gemeindehauses sowie der Wechsel zum Ökostromanbieter Teil der Energiesparmaßnahmen der Gemeinde. Kein Wunder also, dass viele Gemeindemitglieder auch privat diese umweltbewusste Einstellung übernommen haben.

Den 3. Preis teilen sich die Pfarreiengemeinschaft Hasegrund in Rieste und das St. Franziskus-Haus Bad Iburg. Beide erhalten jeweils 1.000 Euro und besichtigen zudem die Deutsche Bundesstiftung Umwelt in Osnabrück.

Annette Niederwestberg und Alfons Schulze Osthoff (2.v.re) nahmen den 3.Preis für das St.Franziskus-Haus Bad Iburg in Empfang.Annette Niederwestberg und Alfons Schulze Osthoff (2.v.re) nahmen den 3.Preis für das St.Franziskus-Haus Bad Iburg in Empfang.

Weihbischof Johannes Wübbe (lks), Franz Loth und Günter Sandfort (Caritas-Vorstand, rechts) mit den Trägern des 3. Preises, Ludger Wüllner, Christina Schwarze, Maria Stuckenberg und Michaela Wernsing von der Pfarreiengemeinschaft Hasegrund.Weihbischof Johannes Wübbe (lks), Franz Loth und Günter Sandfort (Caritas-Vorstand, rechts) mit den Trägern des 3. Preises, Ludger Wüllner, Christina Schwarze, Maria Stuckenberg und Michaela Wernsing von der Pfarreiengemeinschaft Hasegrund.

In der Pfarreiengemeinschaft Hasegrund engagiert sich der Ausschuss "Mission-Entwicklung-Frieden" für einen sensiblen und bewussten Umgang mit natürlichen Ressourcen beim Kauf- und Konsumverhalten. Neben Informationsveranstaltungen und thematischen Gottesdiensten geht es deshalb auch mal raus in die Natur: gemeinsam wurden z.B. schon NABU-Lehrpfade erwandert.

Das neugebaute Alten- und Pflegeheim St. Franziskus-Haus in Bad Iburg betreibt
vielfältige Energieeinsparungen: ein Blockheizkraftwerk und eine Pelletheizung sorgen für umweltbewusste Strom- und Wärmeversorgung, LED-Leuchten, Zeitschaltuhren im Innen-  sowie Dämmerungsschalter im Außenbereich verringern den generellen Strombedarf. Zudem werden Lebensmittel so eingekauft, dass Verpackungsmüll weitgehend reduziert wird.

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Laudatio Weihbischof Johannes Wübbe zur Verleihung des Caritas Umweltpreises 2016