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Osnabrück

Bildungsberatung für junge Flüchtlinge und deren Familien

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Für junge Flüchtlinge ist es eine sehr schwierige Situation, nach einer monatelangen Flucht hier in die Schule zu gehen: Plötzlich wieder Schulbank drücken, die Sprache kaum verstehen, in fremder Umgebung und mit unbekannten Regeln - und dabei den Kopf voller Erinnerungen an bedrückende Erlebnisse und voller Sorgen um Angehörige, die noch im Krieg sind.

Woher sollen die Lehrer/innen die Zeit nehmen, um sich so intensiv wie nötig um die Flüchtlinge in ihrer Klasse zu kümmern? Hier wird Hilfe benötigt: Deshalb unterstützen wir in unserem Projekt die Familien bei der Suche und der Vermittlung ehrenamtliche Lernpaten/-innen. Die Paten/-innen unterstützen die jungen Flüchtlinge dabei, Deutsch zu lernen und den Unterrichtsstoff in den verschiedenen Fächern zu verstehen. Sie tragen so dazu bei, dass junge Flüchtlinge erfolgreicher am Schulunterricht teilnehmen können. So kann ein guter Start in die Schule gelingen!

In unserem Projekt achten wir besonders darauf, dass die schulische sowie die außerschulische Förderung gut zusammenarbeitet und das auch die Eltern der Flüchtlingskinder beitragen, was in ihren Kräften steht. Sie können zum Beispiel ihren Kindern vermitteln, wie wichtig Schule und Bildung ist und dass sie sich an die Schulregeln halten müssen. Die Eltern bleiben die Verantwortlichen für die Bildung ihrer Kinder. Unser Projekt leistet hier Hilfe zur Selbsthilfe. Es geht uns um Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Bevormundung ist für keine Eltern hilfreich, auch nicht in Flüchtlings-Familien.

Wir beraten junge Flüchtlinge und ihre Familien auch dann, wenn ihnen das Geld fehlt z.B. für Klassenfahrten oder Museumsprogramme oder für Hefte und Ranzen. Flüchtlingskindern, denen es sehr schlecht geht, leiten wir an entsprechende therapeutische Einrichtungen weiter. Bei jugendlichen Flüchtlingen beraten wir auch zum Übergang von Schule zu Beruf, z.B. für sinnvolle Qualifizierungsmaßnahmen.

Seit Projektbeginn ist ein Netzwerk von aktuell über 80 Lernpaten/-innen aufgebaut worden, die von uns begleitet, unterstützt und fortgebildet werden. Wir möchten, dass es noch viel mehr werden!