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Stand: 13.09.2017

Aktuelles /September 2017

Auch Angehörige leiden unter exzessivem Spielen

Würfel GlücksspielBild: madgooch - Fotolia.com

Glücksspielsucht hat in vielen Fällen auch Folgen für Familienmitglieder, Freunde oder Arbeitskollegen von Betroffenen. Etwa, wenn die Miete nicht mehr gezahlt werden kann, wenn für die Dinge des alltäglichen Lebens kein Geld mehr bleibt oder wenn sich der gegenseitige Kontakt negativ verändert. Deshalb lädt die Fachambulanz Sucht des Caritasverbandes für die Stadt und den Landkreis Osnabrück am Mittwoch, 27. September, um 17 Uhr im Caritas-Haus, Johannisstraße 91, in Osnabrück zu einer kostenlosen Informationsveranstaltung für Angehörige von Personen mit Glücksspielproblematik ein. Anlass ist der bundesweite Aktionstag gegen Glücksspielsucht am 27. September unter dem Motto "Verspiel nicht mein Leben".

Caritas-Suchttherapeutin Katharina Szoltysik wird über das Thema Glücksspielsucht sowie Hilfsangebote informieren. "Das Miterleben einer Glücksspielsucht stellt Angehörigen häufig vor schwierigen Situationen: Angst und Sorge, Wut, Enttäuschung und Schuldgefühle begleiten ihren Alltag", sagt sie. "Hinzu kommt in den meisten Fällen ein starker Vertrauensverlust, weil viele Menschen mit Glücksspielproblematik ihre Sucht gegenüber ihren Angehörigen jahrelang verbergen." Zugleich sei das Thema noch sehr mit Scham besetzt: "Viele Angehörige wissen nicht, was sie tun sollen und wo sie sich Hilfe suchen können." 

Glücksspiele sind der Suchttherapeutin zufolge im Alltag in verschiedenen Formen anzutreffen, zum Beispiel als Lotterien, Sportwetten, Casinos, Spielhallen oder Automatenspiele. "Diese Aktivitäten versprechen den Nutzern Spannung und Vergnügen", erläutert Katharina Szoltysik. "Ein Gewinn steigert die Freude und die Lust. Dieses Spiel kann zur Sucht führen: Zunächst wird versucht, den Gewinn zu steigern, später setzt die Jagd ein, um den Verlust auszugleichen. Die Übergänge sind dabei schleichend und für den Betroffenen oft erst spät erkennbar." Folgen des exzessiven Spielens können finanzielle Sorgen, der Verlust der Wohnung oder familiäre Schwierigkeiten sein. Die Fachambulanz für Suchtprävention und Rehabilitation der Caritas in Osnabrück bietet nicht nur Hilfsangebote für Spielsüchtige, sondern auch für Angehörige an, die unter der Spielsucht leiden.