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Stand: 31.08.2017

AKTUELLES / MAI 2017

Zwei Zertifikate für die Caritas-Werkstätten

Formulardatenbanken, Audits und Kontinuierliche Verbesserungsprozesse: Das klingt auf den ersten Blick vielleicht abstrakt und lässt viel Bürokratie vermuten. Doch das Gegenteil ist der Fall. Denn mit dem Abschluss des einjährigen Zertifizierungsverfahrens nach ISO 9001 und AZAV werden in den Caritas-Werkstätten für Beschäftigte, Mitarbeiter, Kostenträger und Kunden verlässliche Standards sichergestellt.

Die Zertifizierung nach ISO 9001 erfasst sowohl die Qualität der pädagogischen Arbeit als auch die Beziehungen mit Unternehmen, die Produktionsaufträge an die Caritas-Werkstätten vergeben. Das AZAV-Verfahren wurde vorgenommen, um als Einrichtung der Eingliederungshilfe die Standards von Kostenträgern in der beruflichen Bildung dauerhaft zu gewährleisten. Vorausgegangen war die Einführung eines Qualitätsmanagementsystems (QM), mit dem innerhalb des vergangenen Jahres die wesentlichen betrieblichen Prozesse auf den Prüfstand gestellt und optimiert wurden. „Wir sind froh und stolz darauf, dass wir ohne fremde Hilfe innerhalb so kurzer Zeit das QM einführen konnten“, sagte Geschäftsführer Heinz-Bernhard Mäsker während einer Feierstunde mit den Bereichsleitern, Mitarbeiter- und Beschäftigtenvertretern, Vertretern der Arbeitskreise sowie Heike Wedig von der Zertifizierungsgesellschaft „bag cert“ aus Bremen. Einen besonderen Dank richtete Mäsker an den QM-Beauftragten Daniel Abeln, der im Januar letzten Jahres nach einer Auftaktveranstaltung vor rund 200 Mitarbeitern und Beschäftigten das Verfahren startete. „Wir haben viel erreicht, aber ausruhen können und wollen wir uns nicht“, sagte Abeln. Denn beim QM handele es sich um einen fortlaufenden Prozess, der von Veränderungen lebt. So sei man im Rahmen des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses auf Vorschläge aller Beteiligten angewiesen. Zudem gebe es regelmäßige interne und externe Audits sowie alle drei Jahre eine Re-Zertifizierung. Das QM-Verfahren ist jedoch auch für das sogenannte Benchmarking geeignet. Will heißen: Die Leistungen mit ähnlich strukturierten Einrichtungen werden vergleichbar. „Wir können unser Wissen genauso weitergeben, wie wir auch Wissen von anderen adaptieren können. Dadurch erhoffen wir uns weitere Steigerungen, beispielsweise bei der Vermittlung auf weitere Außenarbeitsplätze“, so Mäsker. Er machte aber auch deutlich, dass die Zertifizierung für die Einrichtung nicht neu sei, da sie bereits im Jahr 2012 im Bereich Berufliche Bildung vorgenommen wurde. In den Caritas-Werkstätten nördliches Emsland arbeiten rund 800 Menschen mit den unterschiedlichsten körperlichen, geistigen und psychischen Behinderungen. Um eine sozialraumnahe Beschäftigung zu ermöglichen, gibt es Werkstätten in Papenburg, Börger und Dörpen.

Zertifikatsübergabe mit allen TeilnehmernGleich zwei Zertifikate erhielten die Caritas-Werkstätten nach dem Abschluss der Prüfung im Rahmen der Einführung eines Qualitätsmanagementsystems überreicht. Unser Foto zeigt den QM-Beauftragten Daniel Abeln (dritter von links), Heike Wedig von der Zertifizierungsgesellschaft (sechste von links) und Geschäftsführer Heinz-Bernhard Mäsker ( vierter von rechts) mit Vertretern der Beteiligten bei der Zertifikatsübergabe vor den Caritas-Werkstätten in Papenburg. Jürgen Eden/Caritas-Werkstätten nördliches Emsland

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