Aktuelles / Februar 2018

Osnabrück

Stiftung unterstützt Schritte zur Integration

Step by StepEdeltraud Gude (3.v.r.) leitet "Step by Step" und berichtet von den Menschen, die im Rahmen des Projektes begleitet werden konnten.Bild: Caritas/Matthias Stockkamp

Angefangen hatte alles 2016 in den Räumen der Kindermahlzeit. Inzwischen ist Step by Step an zentraler Stelle und gut sichtbar in Annas Treff in der Johannisstraße in Osnabrück zu finden. Jeden Donnerstag Nachmittag können geflüchtete Frauen und Familien hier Unterstützung beim "Ankommen" in der neuen Heimat bekommen. Edeltraud Gude betreut das Angebot des SkF. Um mögliche Sprachbarrieren zu überwinden wird sie dabei vom Dolmetscher Mohamad Alhaji unterstützt. Jede Woche besuchen rund 11 bis 17 Besucherinnen den offenen Treff. 

Step by StepSkF-Geschäftsführerin Birgit Ottens (2.v.l.) berichtet von den Zielen des Projektes Step by Step. Der stv. Caritasdirektor Günter Sandfort hört aufmerksam zu.Bild: Caritas / Matthias Stockkamp

Gelungenes Projekt

"Zu diesem gelungenen Projekt können wir nur gratulieren", sagt Günter Sandfort von der Caritas-Gemeinschaftsstiftung. "Wir unterstützen Step by Step sehr gern, da das Projekt, das vor allem Familien zu Gute kommt, sehr gut zu unserem Förderschwerpunkt passt. Darüber hinaus haben wir uns auf die Fahnen geschrieben ehrenamtliches Engagement zu unterstützen und sehen hier, wie dies beispielhaft verwirklicht wird."

Marianne FriedrichMarianne Friedrich begleitet ehrenamtlich eine Familie in der Dodesheite.Bild: Caritas / Matthias Stockkamp

Ein Beispiel für dieses ehrenamtliche Engagement im Rahmen von Step by Step stellt Marianne Friedrich dar. Die Seniorin engagiert sich im Rahmen des Projektes und hat darüber Kontakt zu einer syrischen Familie bekommen, die sie seitdem intensiv unterstützt. Die junge Mutter hat sie beispielsweise in den vergangenen Monaten zur Geburt des jüngsten Kindes ins Marienhospital begleitet. "Ich freue mich jedes Mal, wenn es wieder Donnerstag ist und ich zu Step by Step gehen kann.", erklärt sie strahlend.

Drei Schritte zu einer besseren Integration

"Am Anfang steht bei uns der offene Treff jeden Donnerstag Nachmittag als besonders niederschwelliges Angebot", erklärt SkF-Bereichsleitung Anke Dreyer-Pranger. "Daneben steht als zweiter Step die professionelle Beratung und Begleitung durch Edeltraud Gude". Eingebettet ist das Projekt dabei in das lokale Hilfenetzwerk aus Caritas-Flüchtlingssozialarbeit, Frauenberatungsstelle, Exil-Verein und vielen anderen. 

Die ehrenamtliche Alltagsbegleitung der geflüchteten Familien stellt in dem Projekt den dritten der drei "Steps" dar, durch die die Unterstützung strukturiert wird."Unser Ziel ist es, dass letztlich eine Integration in die eigene Nachbarschaft gelingt", erklärt SkF-Geschäftsführerin Birgit Ottens.