Bistum Osnabrück, 15. Juli 2010. Mit einer neu installierten Photovoltaik-Anlage auf dem Dach ihrer Zentrale möchte der Caritasverband für die Diözese Osnabrück nun in zweierlei Hinsicht Gutes tun: einerseits die Umwelt schonen und andererseits Projekte für Menschen in Not fördern.
Die 274 Photovoltaik-Module umfassen eine Fläche von 386 Qudratmetern und werden durchschnittlich eine Stromleistung von 40.000 kWh pro Jahr erbringen. Weil die Anlage vor dem 1. Juli ans Netz ging, profitiert der Verband von einer höheren Einspeisevergütung von 0,39 Euro pro kWh. Dahingegen erhalten Nutzer, die ihre Anlage erst nach dem Stichtag in Betrieb nehmen, eine um 13 Prozent geringere Vergütung. So kann die neue Anlage die zahlreichen Sonnenstunden in diesen sommerlichen Tagen bereits äußerst ertragreich nutzen.
Die Solar-Anlage ist das erste Projekt der geplanten Energie-Offensive des Caritasverbandes. „Der durch die Einspeisung ins Stromnetz gewonnene Ertrag von jährlich rund 15.000 Euro soll langfristig in gemeinnützige Projekte unseres Verbandes fließen“, sagt Caritasdirektor Franz Loth. Um Ausgaben zu senken und gleichzeitig die Umwelt zu schonen, hat der Sozialverband es sich zur Aufgabe gemacht, die Versorgung seiner Immobilien im gesamten Verbandsgebiet neu aufzustellen. Ob bei der Wärmedämmung, den Heiz- und Stromkosten oder beim Wasserverbrauch – alle Werte werden auf Wirtschaftlichkeit geprüft. „In einem ersten Schritt haben wir für die Energie-Offensive unsere Dachflächen begutachtet, da es für uns nahe liegt, eigenen Strom durch Solarenergie zu erzeugen. Damit machen wir nun den Anfang“, sagt Julia Lütkemeyer aus der Abteilung „Finanzierung und Zuschüsse“. „Natürlich haben wir das Strompotenzial vorher von verschiedenen Anbietern errechnen lassen. Letztendlich haben sie uns überzeugt, dass eine Solar-Anlage lukrativ ist.“
Bei der Suche sei es der Caritas wichtig gewesen, möglichst ein Unternehmen aus der Region zu wählen, da es ein Anliegen des Verbandes ist, die Region wirtschaftlich zu unterstützen. „Das Unternehmen Sunos Solarpower GmbH war uns schon aus den lokalen Medien bekannt. Aber vor allem aufgrund des guten Angebots haben wir schließlich diesen Anbieter gewählt“, so Lütkemeyer weiter.
Das Osnabrücker Unternehmen Sunos lege nicht nur auf fachliche Kompetenz und Qualität der Module großen Wert, betont dazu Sunos-Geschäftsführer Frank Hemme: „Neben dem hochwertigen Komplett-Service den wir unseren Kunden mit der Planung und Installation bieten, hat soziale Verantwortung für uns Priorität.“ Beispielsweise steht noch in diesem Sommer die Realisierung eines Projekts in Kenia an. Dort stiftet das Unternehmen einem Waisenhaus eine Photovoltaik-Anlage, die für eigenen Strom sorgen soll.
Der Caritasverband übernimmt neben seinem sozialen Engagement jetzt auch ökologische Verantwortung: Laut Prognose von Sunos Solarpower wird die Anlage den Ausstoß von bis zu 30.000 kg umweltschädlichem CO2 erübrigen, da sie Strom erzeugt, ohne fossile Energieträger zu verbrennen. „Der stark voranschreitende Klimawandel ist ein höchst aktuelles und sensibles Thema“, unterstreicht Caritasdirektor Franz Loth. „Die Not der Umwelt, die auch den Menschen betrifft, sollte uns ein großes Anliegen sein. Daher ist die Installation der Anlage erst eine von vielen vorgesehenen Maßnahmen für den Klimaschutz.“